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Neue Westfälische: Neue Westfälische (Bielefeld): Havarie am Great Barrier Reef Zu später Weckruf THOMAS SCHÖNEICH

Bielefeld (ots) - Ein 230 Meter langes Schiff, das 65.000 Tonnen Kohle und 950 Tonnen Öl transportiert, ist für ein zerbrechliches und einmaliges Ökosystem wie das Great Barrier Reef eine potenzielle tickende Zeitbombe. Natürlich muss nichts passieren, aber es kann, und daher drängt sich die Frage auf, warum nicht alles getan wird, um solch eine Havarie zu vermeiden. Im australischen Bundesstaat Queensland blüht die Kohle- und Flüssiggas-Industrie. 1.200 Frachter steuern jährlich den Hafen von Gladstone an, in dem auch die "Shen Neng 1" vor Anker lag - Tendenz steigend. Die australischen Grünen warnen, die Schifffahrtsrouten rund um das Riff wären nicht weit davon entfernt, zu "Kohle-Autobahnen" zu werden. Und hier liegt das Problem: Geblendet von der Aussicht auf Profit, stellte man den Schutz der Natur hintenan. Weder war die Shen Neng verpflichtet, in dieser ökologisch so sensiblen Zone einen Lotsen an Bord zu haben, noch gibt es in Gladstone eine radarunterstützte Seeüberwachung, die Schiffe über den Hafenbereich hinaus weiträumig verfolgt. Hektisch wird jetzt über all diese Schutzmaßnahmen nachgedacht - möglicherweise ein Weckruf, der zu spät kommt. Pressekontakt: Neue Westfälische News Desk Telefon: 0521 555 271 nachrichten@neue-westfaelische.de Original-Content von: Neue Westfälische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell

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