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Neue Westfälische: Afghanistan Wahl und Kampf MICHAEL KAISER

    Bielefeld (ots) - Der Wahlkampf in Deutschland und der in Afghanistan haben viel mehr miteinander zu tun, als es scheint. Der Krieg am Hindukusch und die Attacken der Taliban gegen westliche Truppen sind ein zentrales Thema beider. Hierzulande gehen Politiker mit der Forderung "Raus aus Afghanistan" auf Stimmenfang - was nicht schwerfällt, denn wer wäre nicht gegen Krieg? Und in Afghanistan lassen die Taliban nichts unversucht, Terror zu verbreiten, Wähler einzuschüchtern und mit Angriffen auf ISAF-Truppen die Stimmung in deren Heimatländern in ihrem Sinne zu beeinflussen. Teils gelingt das auch, womit wir wieder beim Wahlkampf in Deutschland wären. Doch die Taliban belassen es erfahrungsgemäß nicht bei Wortgeklingel. Leider sind ihre Drohungen, registrierten Wählern die Finger abzuschneiden und verheerende Attentate in Menschenmassen zu verüben, ernst zu nehmen. Ganz offensichtlich fürchten die Taliban nichts mehr als eine demokratisch organisierte Gesellschaft in Afghanistan mit einer - möglichst - besseren Regierung, als sie Hamid Karsai verkörpert. Eine bessere Rechtfertigung für eine Fortsetzung des Einsatzes lässt sich kaum denken. Allerdings dürfen sich alte Fehler nicht wiederholen und muss das Gewicht endlich wieder mehr in Richtung Wiederaufbau verschoben werden.

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