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Neue Westfälische: Hilfen für Opel Risiko ANDREA FRÜHAUF

    Bielefeld (ots) - In letzter Minute ist es der Koalition gelungen, Opel vor der Pleite zu bewahren. Damit wurden vor der Bundestagswahl zehntausende Arbeitsplätze gerettet. Vorerst. Denn die milliardenteure Rettung birgt große Risiken. Zwar ist der kanadisch-österreichische Zulieferer Magna innovativ und plant für sein Elektroauto die Massenfertigung. Doch für die alleinige Übernahme von Opel ist Magna zu klein. Und das Konsortium, das die deutsche GM-Tochter übernimmt, ist äußerst verworren. Nicht nur bleibt die amerikanische Mutter General Motors, die gerade selbst die Insolvenz angemeldet hat, an Opel beteiligt. Auch die russischen Partner, die sich Magna holte, sind alles andere als liquide. Der russische Autobauer GAZ ist selbst auf Hilfe angewiesen und wird von der russischen Regierung gestützt. Auch an der Sberbank, die in der Finanzkrise gegen Zahlungsausfälle kämpft, ist der russische Staat beteiligt. Viele Köche verderben bekanntlich den Brei. Bei Opel regiert künftig nicht nur indirekt die US-Regierung mit, sondern auch der Kreml. Sberbank-Chef Gref - ein Vertrauter Putins - soll Russland moderne Technologien für die rückständige russische Autoindustrie verschaffen. Aber wer garantiert denn, dass Opel künftig nicht in russischen Fabriken Autos baut? Und dies mit deutschen Steuergeldern.

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