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Ostsee-Zeitung: Bund und Land steckten eine Milliarde Euro in die Volkswerft

Rostock (ots) - Schwerin - Die von Zerschlagung bedrohte Volkswerft in Stralsund entpuppt sich als Milliardengrab für Steuerzahler. Wie das Wirtschaftsministerium in Mecklenburg-Vorpommern unter Ressortchef Harry Glawe (CDU) der OSTSEE-ZEITUNG bestätigte, steckten Land und Bund seit 1990 über 950 Millionen Euro an Zuschüssen in Ausbau und Modernisierung des Schiffbauunternehmens. Das meiste Geld floss laut Ministerium vor dem Jahr 2000. Zusätzlich zu den Zuschüssen erhielt die Werft in der gemeinsamen Zeit mit der Peene-Werft in Wolgast (P+S) mehr als 700 Millionen Euro an öffentlichen Bürgschaften. Hinzu kamen nach Angaben des Ministeriums weitere 177 Millionen Euro an Darlehen. Allein dem Land Mecklenburg-Vorpommern droht durch die Pleite der P+S-Werften ein Verlust von rund 280 Millionen Euro. Heute informiert Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann die Gläubiger der Werft offiziell über ein Angebot von Scandlines. Die deutsch-dänische Reederei bietet 25 Millionen Euro für zwei Fähren, die ursprünglich 184 Millionen Euro kosten sollten. Am Dienstag will sich das Kabinett unter Regierungschef Erwin Sellering (SPD) mit dem Angebot befassen. Für die Volkswerft steht bislang lediglich eine Offerte in Höhe von 500000 Euro zu Buche.

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