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Ostsee-Zeitung: Kommentar zur Bundeswehrreform

Rostock (ots) - Zu Guttenberg hat die Festung Wehrpflicht in einer für politische Abläufe atemberaubender Geschwindigkeit gestürmt. Doch beim Sturm war zu erleben, dass sich darin kaum noch Verteidiger fanden. Im Grunde geht es mit der Wehrpflicht schon lange nur noch um ein liebgewordenes, aber längst überholtes Symbol. Wenn gerade mal noch jeder siebte junge Mann eines Jahrgangs tatsächliche zum Bund eingezogen wird, dann hat sich der alte Zopf Wehrpflicht praktisch nahezu von selbst erledigt. Auch Schäubles Spardiktat hat erheblich zum Umdenken beigetragen. Und die Sicherheitslage ist schon lange nicht mehr so, dass russische Panzer in der norddeutschen Tiefebene aufgehalten werden müssten. Mit dem neuen Wehrkonzept macht der adlige Shootingstar der CSU die Union nicht nur moderner, sondern auch ehrlicher.

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