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Ostsee-Zeitung: Kommentar zur Griechenland-Pleite

Rostock (ots) - Es ist wie die Wiederholung eines schlechten Films. Wieder eine gigantische Rettungsaktion, für die der Steuerzahler geradestehen muss. Wieder Gewinne für wenige und Verluste für die Allgemeinheit. Wieder haben Banken, Spekulanten und Rating-Agenturen die Finger im Spiel, jene, die schon die Finanzmarktkrise verursacht haben. Und wieder heißt es, eine Alternative zur dreistelligen Milliarden-Stütze gibt es nicht. Es ist wohl so. Wird Griechenland nicht von den anderen Euroländern aufgefangen, droht dem Euro der Stresstest wie vor anderthalb Jahren den Banken. Die Bundesregierung mag bei der Griechenland-Pleite mit Blick auf die NRW- Wahl auf Zeit gespielt haben. Ein teurer Fehler. Ärgerlicher ist, dass es immer noch so gut wie keine Fortschritte bei der Finanzmarktkontrolle gibt. Spekulation eindämmen und Schulden reduzieren, lautet das Gebot der Stunde. Nicht nur die Griechen, auch wir haben viel zu tun.

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