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Ostsee-Zeitung: Ostsee-Zeitung Rostock zu Opel

    Rostock (ots) - Noch sechs Monate bis zur Bundestagswahl - doch die Große Koalition kann nicht mehr stillhalten. Die SPD will unbedingt Opel retten. Koste es, was es wolle. Die Union hält nichts davon und lehnt jede Sonderbehandlung für den taumelnden Autokonzern ab. Sicher, die Position der Sozialdemokraten ist verständlich, wenn man mit ansehen muss, wie Zocker-Banken mit vielen Milliarden blitzschnell gestützt werden, für Opel aber trotz zäher Verhandlungen kein rettendes Ufer in Sicht ist. Wirtschaftlich sinnvoll ist das SPD-Ansinnen deswegen noch lange nicht. Die Opel-Krise ist nämlich keine Ausgeburt der Finanzkrise. Seit vielen Jahren wurden wichtige Entwicklungen in der Branche verschlafen, Kosten zu Lasten der Qualität eingespart, Zukunftsmärkte wie China durch andere Marken des US-Mutterkonzerns GM besetzt. Manche Opel-Typen waren gefragt wie Kühlschränke am Nordpol. Die SPD sollte sich die Lage daher nicht bunt malen. Opel droht ein Fass ohne Boden zu werden, wenn sich der Staat vorschnell auf eine teure Beteiligung einlässt.

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