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Ostsee-Zeitung: Kommentar zu Hansa Rostock: Chance vertan

    Rostock (ots) - Hier und da ein verbales Scharmützelchen, ein bisschen banaler Zwist, garniert mit blumigen Appellen - die mit einiger Spannung erwartete Mitgliederversammlung des FC Hansa erinnerte an die jüngsten Arbeitsnachweise der Profis auf dem Rasen: viel geredet, wenig gekonnt. Am Ende der siebenstündigen Marathonveranstaltung manifestierte sich der Eindruck, dass beim Rostocker Traditionsverein alles so bleibt wie es ist - weil es ja schon immer so war. Eine personelle Erneuerung ist weitgehend ausgeblieben. Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat setzten sich mehrheitlich die "üblichen Verdächtigen" durch. Wimmer, Stein, Heinsch, Skambraks sind Männer, die sich in den vergangenen Jahr(zehnt)en zweifellos um ihren Verein verdient gemacht haben. Für Innovationskraft und Reformfreude stehen sie nicht. Querdenker, die nicht zum inneren Kreis der Hansa-Familie gehören, hatten es schon schwer, überhaupt auf die Vorschlagsliste für die Wahl zu kommen. Hansa als geschlossene Gesellschaft. Die Mitglieder haben mit ihrem Votum eine Chance vertan. Aufbruchstimmung? Fehlanzeige. Stattdessen ein kraftloses "Weiter so!" wie nach dem Bundesligaabstieg. Wohin diese Mentalität geführt hat, kann man in der Zweitliga-Tabelle ablesen.

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