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Deutscher Wasserstoff und Brennstoffzellen-Verband

Deutschland schließt wieder zur Weltspitze auf - aber die Konkurrenz schläft nicht
Jahrespressekonferenz des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbands e. V. (DWV) in Berlin

Berlin (ots)

Nachdem Deutschland - noch in den 80er Jahren
Vorreiter in Sachen Wasserstoff und Brennstoffzelle - in den 
vergangenen Jahren den Anschluss an die Weltspitze verloren hatte, 
zeichnet sich nun endlich eine Trendwende ab. Deutschland hat den 
Anschluss zur Weltspitze wieder gefunden. Für den 
Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Wasserstoff- und 
Brennstoffzellen-Verbands Dr. Johannes Töpler resultiert das 
steigende öffentliche Interesse an der Wasserstoff- und 
Brennstoffzellen-Technologie aus der wachsenden Sorge um das 
Weltklima und der zunehmenden Sensibilisierung der Bevölkerung für 
das Thema Energieversorgung. "Im Sinne einer nachhaltigen Sicherung 
unserer zukünftigen Energieversorgung müssen Wasserstoff als 
Speicher- und Transportmittel und Brennstoffzellen als hocheffiziente
Wandler eine tragende Rolle einnehmen", fordert Töpler. Gleichzeitig 
biete dieses zukunftsträchtige Aktionsfeld große Chancen für 
innovative Unternehmen, die sich in Forschung und Entwicklung 
engagieren oder auch schon in der Implementierung tätig sind.
Verbandssekretär Dr. Ulrich Schmidtchen lobte in diesem Kontext 
die bessere politische und finanzielle Förderung seitens der 
Bundesregierung. Der DWV erwartet, dass auch die deutsche 
Ratspräsidentschaft in Brüssel im ersten Halbjahr 2007 die bereits 
seit Jahren positive Haltung der Europäischen Kommission weiter 
untermauern und im siebten Forschungsrahmenprogramm eine gemeinsame 
Technologieinitiative für Wasserstoff und Brennstoffzellen starten 
wird. Nichtsdestotrotz: Die Unterstützung durch die Europäische Union
(EU) sei über die Jahre hinweg zwar stetig gestiegen, aber "bisher 
gibt die EU in einem fünfjährigen Rahmenprogramm für Wasserstoff und 
Brennstoffzellen mit 300 Millionen Euro etwa genau so viel an 
Fördermitteln aus wie die USA oder Japan in nur einem Jahr". Und "das
ist entschieden zu wenig, wenn wir konkurrenzfähig sein wollen!", so 
Schmidtchen weiter.
Die Fortschritte auf dem Weg vom Labor zum Markt, also zur 
Marktreife oder Markteinführung, sind für die verschiedenen 
Anwendungsgebiete der Technologie - Fahrzeuge, stationäre oder 
portable Energieversorgung - verschieden. Auf den 
Brennstoffzellen-PKW wird der Endkunde wohl noch bis zum Anfang des 
nächsten Jahrzehnts warten müssen; die frühesten Märkte werden solche
für portable Anwendungen sein (Kleingeneratoren, Taschenlampen, 
Energie für Laptops und andere mobile Elektronik). Für die Wirtschaft
stehe dabei oft weniger der aktuelle Profit als vielmehr die 
langfristige Existenzsicherung im Vordergrund, so der 
stellvertretende Verbandsvorsitzende Dr. Joachim Wolf. Er erläuterte 
dies am Beispiel der Infrastruktur für den Straßenverkehr; Schritt 
für Schritt werde schon heute ein deutsches 
Wasserstoff-Tankstellennetz aufgebaut, um die zukünftige Versorgung 
der Brennstoffzellen-Fahrzeuge zu gewährleisten. Weiter verwies er 
auf die Arbeit des Strategierats Wasserstoff und Brennstoffzellen, 
der die beteiligten Bundesministerien bei der Realisierung des 
Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff und Brennstoffzelle 
berät. Der Strategierat leistet die Basisarbeit für die Umsetzung der
Projekte.
Dass die Technologie in unseren Alltag bereits Einzug gehalten hat
(und nicht nur Zukunftsmusik, geschweige denn eine Utopie ist), 
zeigte als Fachreferent Martin Roßmann von der Firma Rittal aus 
Herborn. Mit Hilfe von Wasserstoff oder Methanol kann der Verbraucher
schon heute seine Energie an Orte mitnehmen, die zu weit von der 
Steckdose entfernt sind: Fahrzeuge, Garten oder Campingplatz, 
entlegene Ferienwohnungen, Messplätze oder Waldbrandwachstationen. 
Mit Hilfe der Brennstoffzelle ist aus Wasserstoff bzw. Methanol 
wieder Strom zu gewinnen. Dies geschieht ohne Lärm, mit nur geringen 
klimaschädlichen Emissionen (bei der Verwendung von Methanol) oder 
sogar ganz ohne Emissionen (bei der Verwendung von Wasserstoff).
DWV-Vorsitzender Töpler ist sicher: "Die Wasserstoff- und 
Brennstoffzellen-Technologie wird in 20 Jahren eine tragende Säule 
einer nachhaltigen, zukunftsträchtigen Energieversorgung in 
Deutschland sein. Vorausgesetzt, wir erhalten auch die nachhaltige 
Unterstützung der deutschen bzw. europäischen Politik."

Pressekontakt:

Dr. Ulrich Schmidtchen
Telefon: (0700) 49376-835, E-Mai: h2@dwv-info.de

amagi Public Relations
Angela Schulze-Scholpp
Telefon: +49 30 32 30 48 78
Telefax: +49 30 32 30 48 79
E-Mail: info@amagi-pr.de

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