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phoenix Im Dialog: Walter Jertz, Generalleutnant a.D. der Luftwaffe, im Gespräch mit Michael Krons - Freitag, 22. Januar 2016, 22.30 Uhr

Bonn (ots) - "Wir sind im Krieg", sagt Walter Jertz, Generalleutnant a.D. der Luftwaffe, mit Blick auf die Beteiligung der Bundeswehr an der Anti-Terror-Allianz in Syrien. Zwar handle es sich nicht um einen offiziell erklärten Krieg, aber alle Bedingungen für einen Kriegseinsatz seien erfüllt. Hat es mehr als einen symbolischen Wert, wenn sich Deutschland im Rahmen der Anti-Terror-Allianz engagiert? Muss die Bundesrepublik zukünftig mehr Verantwortung bei internationalen Einsätzen übernehmen? Und welchen Preis zahlen wir dafür? Über diese und andere Fragen spricht phoenix-Moderator Michael Krons mit Walter Jertz.

Jertz kritisiert, dass Deutschland viel zu lange mit dem Eingreifen gewartet hätte und sagt, dass ein militärisches Vorgehen gegen den sogenannten Islamischen Staat (IS) richtig sei. Dass sich Deutschland dabei mit Tornados, Fregatten und Betankungsflugzeugen engagiert, steht für ihn außer Frage, auch wenn ein solcher Einsatz gefährlich ist. Als unwahrscheinlich bezeichnet Jertz dabei die Befürchtungen, dass Deutschland durch den Syrien-Einsatz vermehrt in den Fokus rückt für Terroranschläge des IS.

Der ehemalige Luftwaffen-General weiß, wie Aufklärungsmissionen aussehen und was ein Tornado kann: Er flog 24 Jahre und über 1000 Stunden auf dem Tornado. Von 2002 bis 2006 war Jertz Befehlshaber des Luftwaffenführungskommandos und damit Vorgesetzter aller Angehörigen der Einsatzverbände der Luftwaffe. Erfahrungen bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr sammelte Jertz in Bosnien, im Kosovo und in Afghanistan. Während der Operation Allied Force im Kosovo-Krieg war er militärischer Pressesprecher der Nato

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