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phoenix Themenabend: Der Arabische Frühling - Zwischen Hoffnung und Terror - zum fünften Jahrestag, Donnerstag, 17.Dezember 2015, 20.15 Uhr

Bonn (ots) - Fünf Jahre ist es her, dass die Aufstände und Revolutionen in der arabischen Welt ihren Anfang nahmen: Zum Jahrestag am 17. Dezember, dem Beginn der Demonstrationen in Tunesien, sendet phoenix einen ganzen Themenabend - mit einer Spezialausgabe von "Mein Ausland", hochkarätigen Dokumentationen und einer phoenix Runde. Was wurde aus den anfänglichen Hoffnungen auf Meinungsfreiheit, Wohlstand und Demokratie? Wie konnte es dazu kommen, dass Militärregime wieder an die Macht gelangten, Bürgerkriege entbrannten und Terroristen ganze Gebiete okkupierten? Und was hat die Rebellion vor fünf Jahren mit den Flüchtlingsströmen nach Europa zu tun?

"Vor fünf Jahren sah es aus wie eine historische Zäsur in der arabischen Welt, die Hoffnungen auf Demokratie waren groß - heute hat man das Gefühl: Es ist vieles schiefgegangen", so die Programmgeschäftsführer Michael Hirz und Michaela Kolster. "Am Beispiel des Arabischen Frühlings zeigt sich, dass es immer wichtiger wird, als Sender nicht nur auf nationale Jahrestage zu schauen, sondern den Zuschauern auch Hintergründe zu internationalen, großen geopolitischen Ereignissen zu liefern. Denn deren Ursachen und Folgen hängen heutzutage unmittelbar mit unserem politischen Handeln und unserer Lebenswelt zusammen."

Mit dem 17. Dezember 2010 nahm die Rebellion ihren Anfang: Im tunesischen Sidi Bouzid, im armen Landesinneren, verbrennt sich der Gemüseverkäufer Mohamed Bouazizi aus Protest. Die Polizei hatte seine Ware beschlagnahmt. Sein Tod löst Demonstrationen aus - er steht für die Behördenwillkür unter Diktator Ben Ali.

Die Tunesier sind die ersten in der arabischen Welt, die aufbegehren gegen die Bespitzelung und die Erniedrigungen durch die Diktatur. Eine 45-minütige Spezialausgabe von "Mein Ausland" unter dem Titel "Tage des Zorns. Der Arabische Frühling - Eine Bilanz" zeichnet die Geschehnisse ab 21 Uhr in Erstausstrahlung nach. Entsprechend der Chronologie der damaligen Ereignisse beginnt die Sendung mit der Revolte in Tunesien und spannt den Erzählbogen weiter mit den revolutionären Kettenreaktionen in Ägypten und Libyen: Elf Tage nach dem Sieg der tunesischen Jasminrevolution beginnen in Kairo die Massenproteste. Mitte Februar gehen auch die Menschen in Bengasi auf die Straße, um gegen Muammar al-Gaddafi und sein Regime zu protestieren. Der libysche Machthaber lässt scharf schießen - an Dialog ist er nicht interessiert. Aus Protest wird binnen Tagen ein offener Bürgerkrieg. Im letzten Viertel von "Tage des Zorns" geht es um Syrien.

"Dank der gemeinschaftlichen Anstrengungen der ARD - und ZDF-Korrespondenten und Reporter Natalie Steger, Sybille Müller, Thomas Aders, Volker Schwenck ist aus jeweiligen Beiträgen über ein Land eine eindrucksvolle Langerzählung entstanden, die eine Zwischenbilanz bietet und zusammengenommen einen dokumentarischen ganzen Blick auf die Ereignisse liefert", sagt phoenix Doku-Chef Jean-Christoph Caron über die Sendung.

Um 20.15 Uhr zeigt phoenix die Dokumentation "Muammar Gaddafi - Tyrann und Verführer"von Antoine Vitkine und Jean-Christoph Caron, gefolgt um 21 Uhr von der "Mein Ausland"-Spezialausgabe "Tage des Zorns" sowie "Kurdistans Kriegerinnen - Kampf der Frauen" von Volker Schwenck um 21.45 Uhr. Um 22.15 Uhr wird die "Arabellion" ebenfalls Thema der phoenix Runde sein. Vier Gäste werden über die Chancen und Folgen der Ereignisse von damals diskutieren.

Dokumentarische Programmschwerpunkte zum Arabischen Frühling sind auch in 2016 rund um die jeweiligen Jahrestage des Protestbeginns geplant: Der sonntägliche Geschichtssendeplatz "Historische Ereignisse" widmet sich am 24. Januar ab 14 Uhr der Rebellion in Ägypten. Am 14. Februar steht die Revolte gegen den damaligen libyschen Diktator Muammar Gaddafi im Vordergrund.

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