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Gerd Müller zu Flüchtlingssituation in Syrien: "Sehen uns einer Jahrhundertkatastrophe entgegen"

Bonn/Berlin (ots) - Im Vorfeld der Syrien-Flüchtlingskonferenz fordert Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) mehr finanzielle Mittel von der Europäischen Union, um den Menschen auf der Flucht zu helfen. "Es kann nicht sein, dass wir militärisch Hilfe zur Notwehr leisten, aber hinter der Front Tausende im Dreck liegen und den Winter möglicherweise nicht überstehen", sagte Müller im phoenix-Interview. Deutschland ginge voran, nun sei "ein starkes Signal aus Brüssel" gefordert. Ohne gemeinsame Anstrengungen sehe die Welt "einer Jahrhundertkatastrophe entgegen".

Laut Müller muss zudem die Unterstützung vor Ort gewährleistet sein, um einem Flüchtlingsstrom nach Europa vorzubeugen. "Zehn bis zwölf Millionen Menschen kann man nicht nach Europa holen, die Menschen wollen auch nicht herkommen, sondern in der Nähe ihrer Heimat bleiben", so der Entwicklungsminister. Dafür müsse die EU auch mittelfristig in den Nahen Osten und Nordafrika investieren. "Wenn diese Länder nicht stabilisiert werden, auch wirtschaftlich, dann werden sich Hunderttausende über das Mittelmeer Richtung Europa aufmachen."

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