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Erler (SPD): Auch Kreml weiß nicht genau, was Russlands Ziele sind

Bonn/Freiburg (ots) - Gernot Erler (SPD) beklagt widersprüchliche Aussagen Russlands im Ukraine-Konflikt. "Unberechenbarkeit ist eigentlich das Schlimmste, was für Vertrauen und Partnerschaft passieren kann", sagte der Russland-Beauftragte der Bundesregierung im phoenix-Interview. Manchmal gebe es sogar widersprüchliche Aussagen an einem Tag. Kürzlich habe Russlands Präsident Wladimir Putin mit dem Staat "Noworossija" einen Begriff der Separatisten benutzt. "Gleich hinterher wurde gesagt, diese Forderung über die Staatlichkeit dieses neuen Gebildes zu reden, sei so gemein gewesen, dass dabei die Souveränität der Ukraine anerkannt wird. Was soll man davon halten?"

Das Hin und Her in der Rhetorik erklärt sich Erler damit, dass man "auch im Kreml nicht so ganz genau weiß, was eigentlich die Ziele sind. Aber das ist bedrohlich. Unberechenbarkeit kann die internationale Politik überhaupt nicht gebrauchen, und schon gar nicht von so einem Land wie Russland." Deshalb müsse man immer wieder nachfragen, was das denn eigentlich bedeutet.

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