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phoenix-EuropaTour: Bosnien-Herzegowina - Dienstag, 3. Juni 2014, 12.00 Uhr

Bonn (ots) - Nachdem Kroatien im vergangenen Jahr als 28. Mitgliedstaat in die Europäische Union aufgenommen wurde, steht nun der Nachbar Bosnien-Herzegowina auf der Schwelle zum Beitritt. Das Land ist ein Schmelztiegel zwischen Orient und Okzident. Hier leben Christen, Juden und Muslime Seite an Seite. Doch der Bürgerkrieg in den 90er Jahren hat das Miteinander an vielen Orten zerstört. In der EuropaTour begibt sich phoenix-Reporter Marlon Herrmann auf Spurensuche in Bosnien.

Vielen ist Bosnien durch eine der wichtigsten Zäsuren des 20. Jahrhunderts bekannt: Vor 100 Jahren begann mit dem Attentat auf Österreichs Thronfolger Franz Ferdinand inmitten von Sarajevo der Erste Weltkrieg. Nach dem Auseinanderfallen von Jugoslawien entwickelte sich die Region zum Krisenherd in Europa. Im Verlauf des Bosnienkriegs ermordeten serbische Soldaten tausende muslimische Männer. Das Massaker von Srebrenica war der erste Genozid auf europäischem Boden seit Ende des zweiten Weltkrieges.

Die ethnischen Gräben sind bis heute ein Bestandteil der bosnischen Realität. Muslime und Kroaten regieren eine Landeshälfte, Serben kontrollieren den zweiten Landesteil. Eine Arbeitslosenrate von knapp 40 Prozent, Korruption und ineffiziente politische Institutionen trugen dazu bei, dass es Anfang des Jahres zu den schwersten Unruhen seit dem Ende des Bürgerkrieges kam.

Dennoch gibt es in Bosnien Hoffnung auf Versöhnung. phoenix zeigt deshalb vor allem ein Land, das vor den Toren der EU steht. Zwischen Kaffeehäusern, Basar und Restaurants in Sarajevo beleuchtet die EuropaTour die Frage, wie sich die bosnische Gesellschaft nach dem Bürgerkrieg entwickelt hat. Auf seiner Reise trifft phoenix-Reporter Herrmann unter anderem den Journalisten Amir Kamber, den Abgeordneten des bosnischen Parlamentes und ehemaliges Mitglied des bosnischen Staatspräsidiums Halid Genjac und Serge Brammertz, den Chefankläger im UN-Tribunal für Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien. Mit Kronprinz Aleksandar II. von Jugoslawien spricht Herrmann über das Attentat von Sarajevo und den Ausbruch des Ersten Weltkriegs.

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