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phoenix-Kamingespräch: Elmar Theveßen mit dem iranischen Außenminister Mohammad Javad Zarif - Sonntag, 2. Februar 2014, 19.00 Uhr

Bonn (ots) - Der Iran rückt wieder in den Fokus der Weltöffentlichkeit: Auf der 50. Münchner Sicherheitskonferenz am Wochenende wird dies mehr als sichtbar. Dazu trägt auch der Besuch des iranischen Außenministers Mohammad Javad Zarif bei. In München werden nicht nur die Fragen von Cyber-Security und transatlantischer Partnerschaft, sondern auch der Atomkonflikt mit dem Iran und die Syrien-Krise von hochkarätigen Referenten diskutiert.

Seit dem Regierungswechsel in der islamischen Republik im vergangenen Jahr spürt man deutliche Zeichen der Entspannung im Verhältnis zum Westen: Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos kündigte Präsident Hassan Rohani an, dass sein Land nach Jahrzehnten der Konfrontation eine umfassende Normalisierung der Beziehungen anstrebe. Darüber hinaus wolle er es in die Top Ten der stärksten Wirtschaftsnationen führen. Drei Tage zuvor hatte Teheran die Anreicherung von Uran in seinem Atomprogramm gedrosselt, im Gegenzug hatten die USA und die EU ihre Sanktionen für zunächst sechs Monate gelockert. Nun soll eine längerfristige Einigung erzielt werden.

Eine wichtige Rolle kommt dem Iran auch im Syrien-Konflikt zu, denn Teheran ist eng mit dem Assad-Regime verbunden. Nach diversen diplomatischen Wendungen wurde der Iran von der Friedenskonferenz in Montreux allerdings wieder ausgeladen.

Mohammad Javad Zarif ist seit Anfang August 2013 Außenminister seines Landes und gilt als einer der engsten Vertrauten von Präsident Rohani. Der 53-jährige Zarif studierte und promovierte in den USA. Fünf Jahre lang war er Botschafter bei den Vereinten Nationen in New York. Während der Amtszeit des Rohani-Vorgängers Ahmadinedschad zog er sich als Professor nach Teheran zurück. Der iranische Chefdiplomat zeigt eine neue Offenheit: Er betreibt Accounts in den sozialen Netzwerken Facebook und Twitter, obwohl beide im Iran offiziell blockiert sind.

Im phoenix-Kamingespräch debattiert Elmar Theveßen mit Mohammad Javad Zarif direkt nach der 50. Münchner Sicherheitskonferenz über das Tauwetter zwischen dem Iran und dem Westen, die Perspektiven im Atomstreit und über den Bürgerkrieg in Syrien.

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