PHOENIX

Phoenix-Programmhinweis: Samstag, 21. April 2001

    Bonn (ots) -          12.45 Uhr Morgen in Shanghai          Shanghai soll Modellstadt für das China der Zukunft sein, das noch in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts stärkste Wirtschaftsmacht der Welt werden möchte. Jahrzehnte nach der Kulturrevolution ist Geldverdienen nun das wichtigste. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Prestige-Bauwerke und tausende Türme aus Glas und Stahl hochgezogen, die nun das Stadtbild Shanghais prägen.

    Die Dokumentation porträtiert interessante Persönlichkeiten und zeigt die Lebensverhältnisse und die Geschichte einer Familie. Im modernen Shanghai hat sich eine neue Generation von Chinesen entwickelt, die sich im Internet oder in Designstudios zu Hause fühlt.

    Bei den einfachen Menschen auf den Märkten neben den Wolkenkratzern ist vom neuen Reichtum noch wenig zu merken. Die in Kaufhäusern angebotenen Konsumartikel können sich nur die wenigsten leisten, das Hauptverkehrsmittel der meisten Menschen ist noch immer das Fahrrad. Das Treiben in den kleinen Straßen Shanghais erinnert an das dörfliche Leben vergangener Jahrhunderte. Dort wird deutlich, dass der "Morgen in Shanghai" erst begonnen hat. Ein langer Weg steht noch bevor, bis China sein Ziel erreicht und eine wirklich moderne Wirtschaftsmacht wird.     Städteporträt von Michael Brauner               Zeitgeschichte     14.00 Uhr Burger, Bomber und Blue Jeans -     Wie die Amerikaner das Land veränderten          Ein Hausierer bringt es im Nachkriegsdeutschland mit dem Verkauf von Souvenirs an Besatzungssoldaten zum angesehenen Geschäftsmann. Eine Stripteasetänzerin macht in einem Nachtclub am Militärflugplatz Hahn das schnelle Geld. Eine Tochter aus gutbürgerlichem Elternhaus in Kaiserslautern bekommt Ärger mit ihren Eltern, weil sie einen US-Offizier liebt. - Drei Menschen von vielen, die deutsch-amerikanische Geschichte in Rheinland-Pfalz miterlebt haben.

    Am Beginn der 50er Jahre bauten die USA Rheinland-Pfalz zu einem ihrer wichtigsten Militärstandorte aus. Seitdem prägten die Amerikaner das Leben so stark mit wie in keiner anderen deutschen Region. Die Begegnungen zwischen GI und Hunsrücker Bauer, zwischen Luftwaffenoffizier und Pfälzer "Fräulein" waren anfangs Begegnungen zwischen zwei Welten. "Burger, Bomber und Blue Jeans" erzählt von solchen Begegnungen, die sich jahrzehntelang im Alltag, im Schatten des Kalten Kriegs abspielten.     Film von Thomas Schneider     75. Geburtstag Queen Elizabeth II.     17.30 Uhr Königin - Ein Job fürs Leben     Die Queen wird 75          Queen Elisabeth wird 75 und macht den "job" - wie sie es nennt - bald ein halbes Jahrhundert. Ermüdung mag es geben, sie lässt sich aber nichts anmerken. Mit 21 Jahren legte sie das Gelübde ab, ihr ganzes Leben dem Dienst an der Krone und dem Commonwealth mit seinen Menschen zu widmen. Daran hat sie sich bis heute gehalten. Sie lebt zuerst für die Monarchie, dann für alles andere, einschließlich ihrer Kinder. Was macht Elisabeth so ungewöhnlich?

    Die Urteile über sie gehen weit auseinander. Die einen halten sie für langweilig und bieder, die anderen für intelligent und prinzipientreu. Für menschlich warm hält sie fast niemand. Doch das ist falsch. Wer Bilder der jungen Elisabeth sieht, entdeckt in ihrem Gesicht ihre ursprüngliche Fröhlichkeit. Sie verbirgt sie bewusst hinter der Maske "Königin". Elisabeth hat schlimme Zeiten erleben müssen. Als Prinzessin Diana starb, geriet das Königshaus ins Wanken. Aber sie hat die Höhen und Tiefen ihrer "königlichen Laufbahn" mit immer gleicher Würde durchlebt. Wann die Queen den Thron verlässt, steht in den Sternen. Ihre Urgroßmutter Königin Victoria hat 63 Jahre geherrscht. Abdanken jedenfalls kommt derzeit nicht in Frage.     Film von Gerd Helbig (2001)               Auslandsreportage     18.45 Uhr Eine Orgel für China          Der Film dokumentiert eines der ungewöhnlichsten Geschäfte, das je von einem Deutschen in China realisiert wurde. Nicht nur, weil das Produkt - eine Großorgel mit 50 Registern und 4000 Pfeifen - alles andere als ein Versandhausartikel ist. Sondern auch, weil es in China bislang keinerlei Orgeltradition gibt. Und schließlich hatte der Auftraggeber, das staatliche Nationalradio, eigentlich auch gar kein Geld für die Anschaffung dieses zwei Millionen Mark teuren Instruments.

    Der Film zeigt die Entwicklung dieses Deals, für den Wolfgang Oberlinger - einer der renommiertesten deutschen Orgelbauer - nicht nur viel Kreativität und Flexibilität benötigte, sondern vor allem schier unerschöpfliche Geduld.

    Vom ersten Guss für die Metallpfeifen über die Vormontage der Orgel daheim in Windesheim an der Nahe bis zum Aufbau in Peking und schließlich zum feierlichen Eröffnungskonzert erzählt der Film die ungewöhnliche Entstehungsgeschichte einer Orgel für China.     Film von Ralf Schumacher (2001)               Geheimnisse unserer Welt     19.15 Uhr Am Berg des Paradieses     2. Teil: Bei den Shasevan-Nomaden im Iran          Schneebedeckte Gipfel, saftige Wiesen, grasende Schafe und Ziegen mit einsamen Hirten auf fast 4000 Metern Höhe. Es ist fast wie bei Karl May. Eine Idylle, so scheint es, aus vergangenen Tagen. Doch noch immer begeben sich die Shasevan-Nomaden von ihrem Winterlager in der Moghan-Steppe Anfang Juni hinauf ins Sommerlager zum "Berg des Paradieses". Für die Nomaden ist der Berg heilig. Ein großer Teil der Shasevan ist sesshaft geworden, wegen der knapper werdenden Weidegebiete in der Moghan-Steppe. Viele fristen ein karges Dasein als Bauern. Einige wenige haben es zu Wohlstand und Reichtum in der Stadt gebracht.     Film von Petra Spamer-Riether (2000)          Europa und die Welt     20.15 Uhr Beiderseits der Oder - Po obu stronach     Ein deutsch-polnisches Magazin     Moderation: Maria Bartczak und Cornelius Bormann               Spuren der Geschichte     21.00 Uhr Erbe der Völker     Wikinger - Genies aus der Kälte          Als "Pest des Nordens" wurden die Wikinger von mittelalterlichen Geschichtsschreibern beschimpft. Wie eine Explosion brachen Anfang des 9. Jahrhunderts die Wikinger über das geschockte christliche Europa herein. Utrecht und Köln wurden in Schutt und Asche gelegt, Chartres und Rouen dem Erdboden gleich gemacht. Nichts und niemand war vor den marodierenden Räuberbanden und ihrer überlegenen Waffentechnik sicher. Aber das ist nur die eine Seite der Geschichte. Es waren die Wikinger, die geniale technische Neuheiten erfanden und die als Entdecker neuer Welten ein weltumspannendes Handelsnetz aufbauten.     Film von Günther Klein               22.15 Uhr HIGGS - Die Jagd nach dem Unsichtbaren            Sie sind Jäger und Sammler der besonderen Art. Ihre Fallen sind die größten Maschinen der Welt, ihre Beute die kleinsten Teile der Welt.

    Am "Cern", dem Europäischen Labor für Teilchenphysik in Genf, sucht eine internationale Elite von Wissenschaftlern nach den Urbausteinen des Universums.

    Sie ist auf der Suche nach Higgs, einem Geisterteilchen. Es verleiht allen Dingen im Kosmos Masse. Die Forscher wissen alles über dieses Ding. Nur nicht, ob es tatsächlich existiert.

    Theoretiker, Praktiker, Träumer - die Wissenschaftler stellen Fragen wie Kinder und für die Antworten bekommen sie den Nobelpreis: Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Was ist es, das die Welt im Innersten zusammenhält?

    Dieser Film zeigt, wie Menschen mit aller Komplexität von
Wissenschaft und Supertechnik letztlich nur eines suchen: den
Ursprung des Lebens.
    Film von Mischa Popp und Thomas Bergmann (2001)
    
    
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