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ZMD-Vorsitzender Mazyek: Kompetenzzentrum wichtiges Signal für Muslime
Kritik an Polizei: Islamfeindlichkeit ist Rassismus-Tatbestand

Bonn (ots) - Bonn/Berlin, 24. Januar 2012 - Aiman Mazyek hat in der PHOENIX-Sendung DER TAG (Ausstrahlung heute 23.00 Uhr) die Schaffung eines Informations- und Kompetenzzentrums im Kampf gegen Rechtsextremismus begrüßt. "Die muslimischen Verbände haben Angst und fühlen sich zum Teil auch allein gelassen. Sie suchen und brauchen den Schutz der Gesellschaft. Und das war ein wichtiges Signal, dass diese Akteure mit dem Bund und den Ministerien zusammen kommen." Seit dem 11. September 2001 habe man "den Blick nicht richtig geschärft auf die Gefahren des rechtsextremistischen Terrorismus", so der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime in Deutschland. "Der sogenannte muslimische Terrorismus war im Fokus. Im Schatten dieser Auseinandersetzung konnte der Rechtsradikalismus in Deutschland gedeihen." Rechte Gruppierungen hätten die Islamfeindlichkeit als Türöffner für ihre Propaganda genutzt.

Kritik äußerte Mazyek an der Arbeit der Polizei: "Islamfeindlichkeit darf nicht unter Fremdenfeindlichkeit subsumiert werden, sondern muss als eigenständiger Tatbestand von rassistischer Gewalt gewertet werden. Das ist bislang bei der Polizei noch nicht der Fall."

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