PHOENIX

PHOENIX Programmhinweis
Donnerstag, 31. August 2000

    Bonn (ots) -          19.15 Uhr Zuwanderer und Einheimische     3-teilige Reihe. 2. Teil: Neue Heimat im "Wilden Westen" - Polen im Ruhrgebiet          Durch den gewaltigen Aufschwung von Kohleabbau und Stahlproduktion entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Ruhrgebiet ein riesiger Arbeitsmarkt, für den bei weitem nicht genügend einheimische Kräfte zur Verfügung standen.  Mit der großen Ost-West-Wanderung kamen zahlreiche Zuwanderer aus den preußischen Ostprovinzen, darunter Hunderttausende, deren Muttersprache und Kultur polnisch waren. Gerade ihnen wurde die Integration sehr erschwert durch Ablehnung in der Bevölkerung, vor allem aber durch den "Germanisierungsdruck" und vielerlei diskriminierende Gesetze der preußischen Behörden. Unter diesem Druck wuchs eine hoch organisierte Gemeinschaft der polnischen Zuwanderer im Ruhrgebiet zusammen, die jedoch auf Jahre die Isolation von der einheimischen Bevölkerung noch verstärkte.          Erst nach dem Ersten Weltkrieg, vielfach in der dritten oder vierten Generation, wurde eine dauerhafte Integration möglich.          Dokumentation von Beate Schlanstein               20.15 Uhr  Schwerpunkt     Des Kanzlers Ostreise - Blühende Landschaften?          Bei seinem Amtsantritt  hatte Bundeskanzler Gerhard Schröder den Aufbau Ost zur "Chefsache" erklärt. Kritiker warfen dem früheren Einheitsskeptiker mangelnde persönliche Fühlungnahme mit den Menschen in der ehemaligen DDR vor - zwischen Rügen und Erzgebirge blieb Schröder ein seltener Gast. Um dieses Image abzustreifen, reist der Kanzler seit dem 21. August  durch die neuen Bundesländer. Auf 40 Stationen - vom ABM-Projekt bis zur Sektkellerei - sucht Schröder das Gespräch und das Bad in der Menge.  Wie ist diese Fahrt zu bewerten, welchen Nutzen haben die Menschen davon? Handelt es sich vor allem um eine vorgezogene Wahlkampftour, oder gehört die Kanzlerreise in den Kontext der verkündeten Trendwende im Osten? Gibt es diese Trendwende überhaupt?

    Eine Bilanz der Reise zieht Gaby Dietzen im Gespräch mit Regine
Hildebrandt, der ehemaligen SPD-Arbeitsministerin von Brandenburg und
den beiden ostdeutschen Unternehmern Karsten Schneider ,
intershop-communications sowie Matthias Wellmann , Eko-Stahl.
    
    Zuschauer können sich  via Hotline  01802-8217 oder Fax 01802-8213
an der Diskussion beteiligen.
    
    
    21.00 Uhr Vom prallen Leben im Tollensetal
    Dörfer in Vorpommern - Zehn Jahre danach
    
    Der Film porträtiert das Leben der knapp 100 in dem abgeschiedenen
Dorf  Siedenbüssow lebenden Menschen. Umgeben von Felder, Wiesen und
verwilderten Parks liegt das Dorf im Tollensetal in Vorpommern. Es
gibt nur eine unbefestigte Dorfstraße, einen Bus zur nächsten Stadt
gibt es nicht. Die nächste Telefonzelle ist in der Kreisstadt. Ihr
Trinkwasser beziehen die Bewohner aus einem Brunnen. Trotz dieser
primitiven Lebensverhältnisse leben die Menschen gerne in
Siedenbüssow und nennen im Film ihre Motive, dort zu leben.
    
    Film von Wilhelm Domke-Schulz
    
    
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