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Kaufmann (DIE LINKE): "Kam mir vor wie auf schlechter SED-Versammlung"
"Kritiker mit Totschlagargument diszipliniert"

    Bonn (ots) - Sylvia-Yvonne Kaufmann, Europaabgeordnete der Partei DIE LINKE, hat den Umgang ihrer Partei mit abweichenden Meinungen scharf kritisiert. Am Rande des LINKE-Europaparteitags in Essen sagte sie in einem PHOENIX-Interview: "Ich kam mir auf diesem Parteitag vor wie auf einer schlechten SED-Parteiversammlung. Wenn Sie früher in der SED nur eine klitzekleine kritische Frage hatten, dann wurden Sie mit dem Totschlagargument diszipliniert 'Bist du etwa nicht für den Weltfrieden, Genossin?' In Essen war es die Frage 'Bist du für oder gegen Lissabon?'" Auf dem Parteitag am Wochenende war Kaufmann nach drei Anläufen nicht mehr als Kandidatin für die Europawahl im Juni aufgestellt worden. Im PHOENIX-Interview betonte sie, die Verpflichtung zu sozialer Marktwirtschaft und Einhaltung des Völkerrechts sei insbesondere auf ihre Initiative hin in den EU-Reformvertrag von Lissabon aufgenommen worden. Weiterhin kritisierte Kaufmann, dass André Brie, ebenfalls Europaabgeordneter der LINKEN, der wie sie zur Gründungsgeneration der PDS gehöre und diese programmatisch und strategisch geprägt habe, nicht wieder als Kandidat aufgestellt wurde.

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