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Dienstag, 2. Mai 2000

    Köln (ots) -          20.15 Uhr Schwerpunkt     Zur Sache: Jürgen Trittin          Unter einer rot-grünen Regierung mit einem Grünen Bundesumweltminister schien es, als würde der Umweltschutz in den Vordergrund rücken. Jedoch führte die Realität schon bald zu zahlreichen Konflikten zwischen Grünen-Vorstellungen und Regierungsverantwortung. Die Ökosteuer ist umstritten, der Atomausstieg sorgt  für reichlich Zündstoff, Lösungen für die Reduzierung des CO2-Austosses stehen noch aus. Nachdem Bundeskanzler Schröder Trittin kurz nach der Bundestagswahl zurückgestutzt hatte und Außenminister Fischer ihn als Liebling der Grünenwähler verdrängt hat, zog sich Trittin zunächst in eine stillere Ecke zurück. Rechtzeitig zum Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen ist er aber wieder da. Dabei äußert er sich auch zu Fragen, die nicht zu seinem Ministerium gehören. So plädierte er als erstes Kabinettsmitglied für die Abschaffung der Wehrpflicht und zog sich deswegen den Ärger des Verteidigungsministers zu.  

    Wann wird der Atomausstieg perfekt sein? Wird Deutschland bis 2005
der Verpflichtung nachkommen, den CO2-Ausstoß um 100 Millionen Tonnen
zu senken? Wie kann sich das Image des Umweltministeriums als
"Verbotsministerium" verbessern? Brauchen wir eine Wehrpflicht?
    
    Moderation: Alfred Schier
    
    21.00 Uhr Atomalarm
    Nuklearindustrie  in der Entsorgungskrise
    
    Bis heute gibt es in keinem Land ein schlüssiges Konzept zur
Entsorgung des radioaktiven Atommülls. Die Zwischenlager und
Abklingbecken laufen über, und die Wiederaufbereitung erzeugt mehr
Probleme als sie beseitigt. Die Atomwirtschaft steckt in einer tiefen
Entsorgungskrise. Vor diesem Hintergrund wird die multilaterale
Zusammenarbeit der Nuklearkonzerne intensiviert. Unter dem Vorwand,
Atomwaffen zu vernichten, wird jedoch ein erneuter Einstieg in die
Plutoniumindustrie vorangetrieben. Der Film schildert die aktuelle
Lage der Atomindustrie in Westeuropa, den USA und in Sibirien.
    
    Dokumentation von Detlev Cordts und Nicola von Oppel
    
ots Originaltext: PHOENIX Kommunikation
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