PHOENIX

Prof. Hüther zu Ackermann-Äußerungen: "Jeder muss im Augenblick überlegen, was er öffentlich von sich gibt"
Geißler: "Weiß nicht, was in den Köpfen dieser Leute vorgeht"

Bonn (ots) - Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, Prof. Michael Hüther, und der ehemalige Bundesminister Heiner Geißler (CDU) haben scharfe Kritik an den Äußerungen von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann zum Finanzhilfepaket der Bundesregierung geäußert. In der PHOENIX-Sendung "Unter den Linden" sagte Hüther am Montagabend: "Ich weiß nicht, was da die Gedankenführung war. (...) Wenn es gedacht war, um das eigene Institut im Wettbewerb besser dastehen zu lassen, glaube ich, ist es nach hinten losgegangen. Denn jeder muss im Augenblick überlegen, was er öffentlich von sich gibt. Wir sind alle in einem öffentlichen Raum und jeder trägt Verantwortung für die Gestaltung dieses öffentlichen Raumes auch mit dem, was er sagt." Weiter sagte der Instituts-Chef, wenn dieses Paket in Anspruch genommen werde, bedeute dies nicht nur, dass diese Bank Schwierigkeiten habe, sondern dass sie sich unter diesen "Vertrauensschirm" stelle und dass sie diese vom Staat angebotene Struktur auch nutzen wolle. "Und deswegen ist es ja nicht ganz unplausibel, dass einige sogar sagen, man müsste es verordnen. In den USA ist das quasi der Fall", so der Wirtschaftsforscher. Mit Bezug auf die Äußerungen Ackermanns sagte Hüther wörtlich: "Wenn sich einer so ausklingt, wie er das getan hat, ist das dem Ziel des Programms nicht förderlich." Ebenfalls in der PHOENIX-Sendung sagte der ehemalige Bundesminister Heiner Geißler: "Wenn natürlich einer wie Ackermann erklärt, 'ich beteilige mich überhaupt nicht daran, ich würde mich schämen, Geld vom Staat zu nehmen', dann macht er im Grunde genommen diese ganze vertrauensstiftende Maßnahme kaputt." Wörtlich fügte er hinzu: "Ich weiß nicht, was da in den Köpfen dieser Leute vorgeht." Pressekontakt: PHOENIX PHOENIX-Kommunikation Ingo Firley Telefon: 0228 / 9584 195 Fax: 0228 / 9584 198 Original-Content von: PHOENIX, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: PHOENIX

Das könnte Sie auch interessieren: