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Wagenknecht verteidigt umstrittenes Enteignungs-Modell

    Bonn (ots) - Berlin/ Bonn - 23. September 2008 - Die Sprecherin der Kommunistischen Plattform in der Linkspartei, Sahra Wagenknecht, hat die umstrittenen Vorschläge von Oskar Lafontaine zur Beteiligung von Mitarbeitern an Unternehmen verteidigt. "Ich denke, dass dieser Brutal-Kapitalismus, den wir zurzeit haben, wirklich eine Alternative braucht", sagte Wagenknecht in der PHOENIX-Sendung "Unter den Linden": "Wir haben jetzt drei Jahre Wirtschaftswachstum gehabt - drei Jahre, in denen es für die Mehrheit der Menschen bergab gegangen ist. Das ist doch eine Kluft, die unerträglich ist. Ich finde, dass man hier schon gucken muss, wie Eigentumsverhältnisse dafür verantwortlich sind."

    Mitarbeiter müssten an den Unternehmenswerten, die sie mit erarbeiten, beteiligt werden, um so beispielsweise die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland zu verhindern. "Wir haben die großen Konzerne, die Dax-Unternehmen, die machen jedes Jahr Rekordgewinne, sie schütten Dividenden aus, und sie schmeißen gleichzeitig die Leute raus", erklärte Wagenknecht: "Da muss man schon die Frage stellen, inwieweit das Agieren solcher Unternehmen wie BMW und Siemens mit dem Grundgesetzt vereinbar ist."

    Der Vorsitzende des Bundesverbandes Junger Unternehmer, Dirk Martin, sah in der PHOENIX-Sendung dagegen vor allem die hohe staatliche Abgaben last als Problem. Mit Mitarbeitern über Löhne zu verhandeln, sei "sehr frustrierend", so Martin: "Wir geben ja mehr für Lohn aus. Am Ende ist es aber so, dass zu wenig bei den Mitarbeitern hängen bleibt. Weil der Staat extrem in die Umverteilung eingreift. Wenn wir 200 Euro mehr zahlen, bekommt ein Lediger nur 80 Euro raus."

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