VdTÜV Verband der TÜV e.V.

"Konsequent europäisch"
Der VdTÜV begrüßt die Pläne zur grenzübergreifenden Ahndung von Verkehrsverstößen

Berlin (ots) - Im Urlaub zu schnell auf der italienischen Autobahn, in Paris bei Rot über die Ampel, in Dänemark ein paar Gläschen Aquavit zu viel: Bislang hatten solche Verkehrsdelikte im Ausland kaum Konsequenzen, weil die Behörden nicht grenzüberschreitend aktiv werden durften. Damit soll künftig Schluss sein, wenn es nach dem Willen von EU-Kommission und EU-Parlament geht. Brüssel will mit einer Richtlinie erreichen, dass die gefährlichsten Verkehrsverstöße, wie zu hohe Geschwindigkeit, Rotlichtverstöße und Trunkenheit am Steuer, künftig grenzübergreifend geahndet werden können.

Der Verband der TÜV e.V. begrüßt diesen Vorschlag ausdrücklich. "Brüssel handelt konsequent europäisch, denn Strafen sind nur dann wirkungsvoll, wenn sie für alle Verkehrsteilnehmer in ganz Europa gelten", erläutert Dr. Klaus Brüggemann, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VdTÜV. "Besonders in einem Transitland wie Deutschland würde sich dadurch die Verkehrssicherheit erhöhen." An den meisten Unfällen ist menschliches Fehlverhalten als Ursache beteiligt. "Die grenzübergreifende Ahndung von Verkehrsverstößen ist daher ein erster wichtiger Schritt", so Dr. Brüggemann, "mittelfristig sollte aber auch eine europaweite Vereinheitlichung von Rehabilitationsmaßnahmen, etwa für alkoholauffällige Fahrer, folgen."

Die EU-Kommission geht in der Begründung ihres Richtlinienvorschlages davon aus, "dass der Anteil der Gebietsfremden an den Verkehrssündern höher ist als ihr Anteil am nationalen Straßenverkehr, insbesondere im Bereich überhöhter Geschwindigkeit." Im Jahr 2007 starben in der Europäischen Union mehr als 40 000 Menschen im Straßenverkehr.

Die Initiative der EU-Kommission steht im Zusammenhang der EU-Charta für Verkehrssicherheit, die zur Halbierung der Zahl von Verkehrstoten in Europa bis zum Jahr 2010 beitragen soll. Der VdTÜV gehörte 2004 in Dublin zu den ersten Unterzeichnern dieses Dokuments und richtet regelmäßig den internationalen "Fit-to-Drive-Kongress" aus, der sich mit den Herausforderungen menschlichen Verhaltens im Straßenverkehr beschäftigt. Der kommende "Fit-to-Drive-Kongress" wird vom 4. bis 5. Juni 2009 in der estnischen Hauptstadt Tallinn stattfinden.

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