Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB)

"Großer Stern des Sports" in Gold 2016 für Eintracht Hildesheim von 1861 e. V.
Bundespräsident Joachim Gauck ehrt den Verein aus Niedersachsen für sein Engagement in Ganztagsschulen

Grundschulkinder für Sport motivieren und damit einen Ausgleich zum vielen Sitzen in der Schule schaffen, dafür setzt sich Eintracht Hildesheim von 1861 e. V. ein. Rund 1.300 Kinder pro Woche bringt der Verein aus Niedersachsen mit seinen vielfältigen Sportangeboten in Ganztagsschulen in Bewegung. Für dieses Engagement wurde der Verein am ...
Länge: 03:36 Minuten

Berlin (ots) - Grundschulkinder für Sport motivieren und damit einen Ausgleich zum vielen Sitzen in der Schule schaffen, dafür setzt sich Eintracht Hildesheim von 1861 e. V. ein. Rund 1.300 Kinder pro Woche bringt der Verein aus Niedersachsen mit seinen vielfältigen Sportangeboten in Ganztagsschulen in Bewegung. Für dieses Engagement wurde der Verein am heutigen Vormittag in der DZ BANK in Berlin mit dem "Großen Stern des Sports" in Gold 2016 ausgezeichnet. Initiatoren des mit 10.000 Euro dotierten Preises sind der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die deutschen Volksbanken Raiffeisenbanken, die damit das breite gesellschaftliche Engagement von Sportvereinen würdigen. Die Auszeichnung wurde bereits zum 13. Mal vergeben. Bundespräsident Joachim Gauck überreichte den "Großen Stern des Sports" in Gold gemeinsam mit DOSB-Präsident Alfons Hörmann und Uwe Fröhlich, dem Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

"Je früher Kinder ihre Liebe zum Sport entdecken, desto mehr profitieren auch wir als gesamte Gesellschaft davon", sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann. "Wer schon im Kindergarten oder in der Grundschule lernt, Sport ganz selbstverständlich in seinen Tagesablauf zu integrieren, der wird leichter Mitglied im Sportverein, bleibt dem Sport auch als Erwachsener treu und bleibt so fit bis ins hohe Alter. Sportdeutschland mit seinen 90.000 Vereinen bietet Sportfans - ob klein oder groß - unglaubliche Möglichkeiten, wie sie sie nirgends sonst finden. Gerade im Sportverein lernen Kinder und Jugendliche von Anfang an, sich gegenseitig zu unterstützen, sich zu respektieren und aufeinander Rücksicht zu nehmen - Werte, die für eine soziale Gemeinschaft unverzichtbar sind. Alle Analysen zeigen: 'Was Hänschen nicht lernt, das lernt Hans nimmermehr' - deshalb gilt es, die Kinder frühzeitig und gezielt zur Bewegung zu motivieren und gekonnt anzuleiten."

Auch BVR-Präsident Uwe Fröhlich lobte das Engagement der Vereine: "Jedes Jahr zeigen die 'Sterne des Sports' erneut eindrucksvoll auf, wie sich die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland im Sportverein ehrenamtlich engagieren. Es ist uns als regional verankerte Genossenschaftsbanken besonders wichtig, diese herausragenden Initiativen zu fördern, damit sie ihre Ideen auch in Zukunft verwirklichen können."

Der Verein Eintracht Hildesheim von 1861 e. V. wurde von der Volksbank Hildesheimer Börde eG begleitet, bei der er sich mit seiner Initiative "Eintracht bewegt: Zukunfts-Kompass Sportverein und Ganztagsschule" für die "Sterne des Sports" beworben hatte. Seit fünf Jahren bietet Eintracht Hildesheim Sport-AGs in Grundschulen an. Neben Fußball oder Volleyball haben die Kinder so die Chance, auch Trendsportarten wie Tricking, Cheerleading und Parkour auszuprobieren. Angefangen hat alles 2011 mit Basketball und Leichtathletik an einer Hildesheimer Grundschule. Im Lauf der Zeit sind Kooperationen mit aktuell zehn Schulen entstanden. Das bedeutet, dass der Verein mittlerweile für rund die Hälfte des Ganztagsangebots an Hildesheimer Grundschulen verantwortlich ist.

Die Integrative Tauchgruppe "Die Wasserflöhe" vom Verein für Sport und Gesundheit Darmstadt 1949 e. V. kam auf den zweiten Platz, der mit 7.500 Euro dotiert ist. Hier können auch geistig behinderte Menschen das Tauchen lernen. Dabei werden sie von ehrenamtlichen Sporttaucherinnen und -tauchern unterstützt, die dafür eine spezielle Ausbildung absolviert haben. Die Bewerbung ging an die Volksbank Darmstadt - Südhessen eG. Der dritte Platz, verbunden mit einem Preisgeld von 5.000 Euro, ging an den Mainzer Schwimmverein 1901 e. V., der eines von nur zwei öffentlichen Frei- und Hallenbädern in Mainz vor dem Aus gerettet hat. Seit zehn Jahren wird das Schwimmbad inzwischen vom Verein betrieben, der sich über die Volksbank Alzey-Worms eG beworben hat.

Insgesamt erhielten 16 Sportvereine aus ganz Deutschland eine Auszeichnung für ihr beispielhaftes gesellschaftliches Engagement. Alle hatten sich zuvor in dem dreistufigen Wettbewerb auf der Lokal- und Landesebene mit dem "Großen Stern des Sports" in Bronze und Silber durchgesetzt und sich so für das Bundesfinale qualifiziert. Außerdem wurde dieses Jahr zum zweiten Mal der "Sterne des Sports"-Publikumspreis für Vereine mit besonders innovativen Ideen verliehen. In Kooperation mit der ARD wurden die für den Publikumspreis nominierten Vereine in Kurzfilmen vorgestellt. Die Internet-Nutzer haben per Online-Abstimmung über die Reihenfolge entschieden. Sieger in dieser Kategorie, verbunden mit einem Preisgeld von 2.000 Euro, wurde die SG Callenberg e. V. (Volksbank-Raiffeisenbank Glauchau eG) vor der SG Letter von 1905 e. V. (Hannoversche Volksbank eG) und dem SV Union Neuruppin e. V. (Raiffeisenbank Ostprignitz-Ruppin eG).

Zur Jury der "Sterne des Sports" in Gold 2016 gehörten DOSB-Vizepräsident Walter Schneeloch, die ehemalige Spitzensportlerin und Vorsitzende der Athletenkommission des IOC sowie jetzige Präsidentin des Deutschen Fechter-Bundes, Claudia Bokel, die mehrmalige Paralympics-Siegerin im Schwimmen, Kirsten Bruhn, Martin Buth, Projektverantwortlicher der "Sterne des Sports" beim BVR, Axel Balkausky, ARD-Sportkoordinator, Uwe Kirchner, Leiter der Sportredaktion im ARD-Morgenmagazin, Peter Leissl als Vertreter des Sports im ZDF, Anno Hecker, Ressortleiter Sport der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), Martin Romanczyk, Sportchef der Deutschen Presse-Agentur (dpa), Sportwissenschaftlerin Prof. Dr. Maike Tietjens von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Wolfgang Ochs vom VfL Bad Wildungen, dem Vorjahressieger. Der DOSB und die Volksbanken und Raiffeisenbanken schreiben die "Sterne des Sports" seit 2004 jährlich aus. Durch die Prämierungen auf Orts-, Landes- und Bundesebene flossen den teilnehmenden Vereinen bisher rund 5,5 Millionen Euro zugunsten ihres gesellschaftlichen Engagements zu. Bereits Anfang April startet auf lokaler Ebene die Ausschreibung für die "Sterne des Sports" 2017. "Sterne des Sports"-Fans können auch in diesem Jahr ihre Kommentare zu Deutschlands wichtigstem Breitensportwettbewerb wieder ganz einfach mit anderen teilen. Dafür genügt es, in den sozialen Netzwerken den Hashtag #SternedesSports zu verwenden. Alle so gekennzeichne-ten Beiträge laufen auf einer Social Wall auf der Webseite www.sterne-des-sports.de zusammen.

Hinweis für die Redaktionen:

Fotos von der Preisverleihung können Sie im Pressebereich unter www.sterne-des-sports.de herunterladen. Dort finden Sie auch die vollständige Pressemappe mit den Informationen zu allen Preisträgern.

Pressekontakt:

Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB): 
Markus Böcker, presse@dosb.de, Tel: 069 67 00-304

Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR):
Cornelia Schulz, presse@bvr.de, Tel. 030 20 21-13 00

Medienagentur wirkhaus, Berlin:
Susanne Kreutzer/Diana Zimmermann, presse@wirkhaus.de, Tel: 030 49 30
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