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Krisenampel von quirin bank und FutureValue: Krim-Krise kann Gasversorgung in Europa bedrohen - wirtschaftliche Dauerkrisenherde bisher ohne Lösungsperspektive

Krisenampel der quirin bank AG und der FutureValue Group, 14. März 2014 Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/63861 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/quirin bank AG"

Berlin (ots) -

   - Krisenampel liefert Warnsignale für 5 von 12 Krisentypen
   - Krim-Krise kann Gaslieferungen nach Europa bedrohen
   - Banken- und Staatsverschuldungskrise in Europa noch immer 
     ungelöst 
   - Blasenbildung im Anleihesektor bleibt Risiko 

Das aktuelle Update der makroökonomischen Krisenampel von quirin bank und der FutureValue Group im 1. Quartal 2014 steht im Zeichen der dramatischen Zuspitzungen rund um die politischen Entwicklungen in der Ukraine. Dabei hat die letzte Eskalation in Bezug auf die territoriale und politische Zugehörigkeit der Halbinsel Krim dafür gesorgt, dass die Schaltung der Krisenampel angepasst werden musste: Im Bereich der Transport- und Handelskrise wurde die Ampelschaltung von "grün" auf "gelb" gesetzt. In Anbetracht der Tatsache, dass ein ganz wesentlicher Teil der Erdgaslieferungen nach Westeuropa und damit auch nach Deutschland durch die Ukraine und auch durch das Gebiet der Krim geleitet werden, besteht die Möglichkeit, dass es bei einer weiteren Verschärfung des Konfliktes zu Engpässen und Preisanstiegen kommt.

Im Bereich von Bankenkrise und Staatsschuldenkrise haben sich dagegen (wie bei den übrigen Krisentypen auch) keine Änderungen ergeben. Trotz der noch anhaltenden Beruhigung der Euro-Krise ist weiterhin unstrittig, dass wesentliche Herausforderungen in Bezug auf einzelne Ungleichgewichte in einigen Staatshaushalten der Euro-Zone - allen voran Griechenland - und auch der Problemkomplex des europäischen Bankensektors wirtschaftspolitisch nur unzureichend adressiert wurden. Weder die immer neuen Stützungsbekundungen der EZB noch die kürzliche Anhebung der Schuldenobergrenze in den USA haben die Schwierigkeiten aufgehoben - sie wurden lediglich einmal mehr aufgeschoben. Die ebenfalls weiter fortbestehende Liquiditätsschwemme und Niedrigzinspolitik der Notenbanken sorgt weiterhin - trotz des von der US-Notenbank Fed begonnenen Ausstiegs aus diesen Krisenmaßnahmen - für die bereits länger anhaltende Übertreibungstendenz an Märkten für bestimmte Vermögensgegenstände, allen voran Staatsanleihen bester Bonität.

Zu keinem neuen Ausschlag ist es im Bereich der zuvor volatilen Preisniveauentwicklung - sprich der Inflationsrate - gekommen. Die sich zum Jahresende 2013 verstärkenden Deflationstendenzen im Euro-Raum aber auch in den USA haben sich nicht weiter verschärft. Ebenso wenig hat es allerdings eine deutliche Entspannung oder gar einen Ausschlag in die entgegengesetzte Richtung - also eine eher inflatorische Tendenz - gegeben. Damit bleibt die zukünftige Entwicklung des Preisniveaus auch weiterhin einer der großen Unsicherheitsfaktoren in Bezug auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Gerade in der Euro-Zone ist der Widerstreit zwischen mittel- bis langfristigen Inflationsgefahren aufgrund der extrem expansiven Geldpolitik der letzten Jahre einerseits und der Deflationsgefahren aufgrund der ausgeprägten wirtschaftlichen Schwächephase insbesondere in den Staaten der Euro-Peripherie andererseits auch weiterhin alles andere als entschieden.

Die von der quirin bank und der FutureValue Group entwickelte Krisenampel ist ein Frühwarnsystem, um negative makroökonomische Auswirkungen auf die Kapitalanlage frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig vermögenssichernde Maßnahmen für Anleger zu ergreifen. Neu ist dabei die Nutzung der wirtschaftshistorischen Erkenntnis, dass die in den letzten Jahrhunderten zu beobachtenden schweren Krisen auf eine überschaubare Anzahl von "Standardkrisentypen" zurückgeführt werden können. Diffuse Drohkulissen lassen sich so in klar abzugrenzende Einzelkrisen systematisieren. Um eine Einschätzung über das Drohpotential der einzelnen Krisen für die Gesamtwirtschaft zu erhalten und die Wechselwirkung der Krisentypen für die Anlageentscheidung handhabbar zu machen, wird jedem Krisentyp im jeweiligen Betrachtungszeitpunkt eine Ampelfarbe zugeordnet. Dabei signalisiert "rot" eine akute Krise, wogegen "grün" für eine aktuell ungefährlich krisenfreie Situation steht. "Gelb" signalisiert eine mögliche drohende Krise und sollte in der Steuerung der Vermögensanlage als Signal für erhöhte Alarmbereitschaft und Vorbereitung auf eine bevorstehende Krise verstanden werden. Anlegern kann die Krisenampel dabei helfen, die Risiken besser zu erkennen und gemeinsam mit ihrem Honorarberater geeignete Strategien zur Bekämpfung möglicher Anlageverluste zu entwickeln. Die quirin bank veröffentlicht die Krisenampel vierteljährlich auf ihrer Website.

Über die quirin bank:

Als erste Honorarberaterbank Deutschlands betreibt die quirin bank AG Bank- und Finanzgeschäfte in zwei Geschäftsfeldern: Anlagegeschäft für Privatkunden (Honorarberatung) sowie Beratung bei Finanzierungsmaßnahmen auf Eigenkapitalbasis für mittelständische Unternehmen (Unternehmerbank) Das Finanzinstitut ist 1998 gegründet worden, hat seinen Hauptsitz in Berlin und betreut gegenwärtig 9.500 Kunden mit einem Anlagevolumen von rund 2,5 Milliarden Euro. In der Honorarberatung bietet die quirin bank Anlegern ein neues Betreuungskonzept, das auf kompletter Kostentransparenz und Rückvergütung aller offenen und versteckten Provisionen beruht.

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