BLB Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW

Brand in der ehemaligen JVA "Ulmer Höh" Düsseldorf-Derendorf

Düsseldorf (ots) - Am Abend des 29. April 2016 ist der Dachstuhl in der Kapelle der ehemaligen JVA Ulmer Höh ausgebrannt. Die Feuerwehr hat den Brand in der Nacht gelöscht und am nächsten Morgen noch mehrere Brandschauen durchgeführt. Am Samstagnachmittag erklärte sie den Brand als endgültig gelöscht.

Ein Gelände wie die leerstehende JVA ist - so die Erkenntnis letztlich - nicht vollständig gegen Vandalismus sicherbar. Die alte JVA ist durchgehend von hohen Mauern und Zäunen in einer Höhe von 5,50 m umgeben. Viele Türen wurden im Vorfeld zugeschweißt. Die Kapelle ist zusätzlich von einem weiteren Mauerring umgeben. Obwohl ein Sicherheitsdienst zu wechselnden Zeiten einmal am Tag das Objekt überwacht hat, kam es zum Brand der JVA Kapelle. In den vergangenen Jahren ist es immer wieder zu Einbrüchen auf das Gelände gekommen. Die Mitarbeiter des BLB NRW haben diese Fälle dokumentiert und eine Fotogalerie über die Schäden zusammengestellt (siehe diese Pressemitteilung auf unserer Internetseite unter https://www.blb.nrw.de/BLB_Hauptauftritt/Presse/160504/index.php).

Selbstverständlich wurden die Zugangswege immer wieder dicht gemacht: Schlösser wurden erneuert, Gitter durch Metallplatten verstärkt, aufgebohrte Metallstangen zugeschweißt. Zuletzt schafften sich die Einbrecher mit erheblichem Aufwand Zugang durch ein großes Loch in der Mauer. Der BLB NRW ließ es zumauern und nur Tage später wurde es erneut aufgebrochen. Die Aufwendungen für die Reparaturen aufgrund Vandalismus belaufen sich bisher auf über 30.000 Euro.

Nach dem Brand wurde das Gelände selbstverständlich noch am Samstag komplett gesichert, weil die Rettungskräfte sich für die Löschaktion Zugang zum Objekt verschaffen mussten und das JVA Gelände danach gegen unbefugtes Eindringen ungeschützt war. Derzeit wird das gesamte Objekt von rund 35.000 qm rund um die Uhr geschützt und mehrfach täglich komplett begangen, tags und mehrfach auch nachts. Sicherheitsmaßnahmen, die bis auf weiteres zusätzlich rund 15.000 EUR pro Monat kosten.

Der BLB NRW war bereits Montag mit einem Statiker zu einer ersten Inspektion in der abgebrannten Kapelle, um zu prüfen, ob Einsturzgefahr besteht und ob sie erhalten werden kann. Eine Begehung des Dachstuhls war wegen Einsturzgefahr nicht möglich. Nach ersten Einschätzungen besteht Einsturzgefahr hinsichtlich der Kapellendecke. Die Orgel ist zerstört. Hinsichtlich der Mauern besteht nach erster Prüfung keine unmittelbare Einsturzgefahr (keine abschließende Einschätzung). Der BLB NRW wird im Weiteren eine gründliche Prüfung der ehemaligen Kapelle durchführen.

Der Abbruch des übrigen Gefängnisses wird vorbereitet.

Pressekontakt:

Christa Bohl
Öffentlichkeitsarbeit
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