BLB Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW

Denkmalgeschütztes Domizil für Bundespolizei fertig gestellt
Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW hat das ehemalige Hauptzollamt am Aachener Hauptbahnhof saniert und umgebaut

Aachen (ots) - Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) Aachen hat das ehemalige Hauptzollamt am Aachener Hauptbahnhof in den vergangenen drei Jahren umfangreich saniert und umgebaut. Anfang April hat die Bundespolizei das Gebäude übernommen. 120 Beschäftigte der bisher an unterschiedlichen Standorten und zum Teil in Containern untergebrachten Behörde werden künftig an einem zentralen Standort ihren Dienst verrichten können. "Architekten, Ingenieuren und Handwerkern ist es in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei vorbildlich gelungen, das marode ehemalige Zollgebäude am Hauptbahnhof in ein schmuckes und funktionales Bürogebäude zu verwandeln. Gleichzeitig konnte mit Einbeziehen des Denkmalschutzes der bauzeitliche Charakter des Gebäudes erhalten werden", lobten Jörg Munsch, Leiter der Aachener BLB-Niederlassung, und Stefan Laschzok, BLB-Projektleiter der Baumaßnahme, die geleistete Arbeit und das Ergebnis.

Im November vergangenen Jahres wurde die Innensanierung des Gebäudes abgeschlossen und die ersten 70 Bediensteten der Bundespolizei konnten ihre Büros beziehen. Die Bediensteten der Bundespolizei mussten infolge der parallel weiter laufenden Fassadensanierung über mehrere Monate Lärm, Staub und eingeschränktes Tageslicht erdulden, haben die Sanierungsmaßnahmen trotzdem kooperativ begleitet und zeigten sich begeistert von ihren neuen Arbeitsplätzen und dem Gebäude. Der Leiter der Bundespolizeiinspektion Aachen, Polizeirat Martin Hartmann, bedankte sich im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim BLB NRW, den Architekten und ausführenden Firmen. "Sie haben uns mit diesem Gebäude moderne und komfortable Arbeitsbedingungen geschaffen", so Hartmann. Ende März wurde als letzter Bauabschnitt die Fassade fertig gestellt. Weitere 50 Bedienstete werden nun in den kommenden Wochen die Arbeit in ihrer neuen Dienststelle aufnehmen. Insgesamt wurden rund sieben Millionen Euro in die Sanierung und den Umbau des Gebäudes investiert.

Begonnen hatten die Arbeiten 2011. Seitdem sind auf rund 3300 Quadratmetern nach modernstem technischen Stand ausgestattete Büros, ein Schulungsraum, Sanitärräume und Umkleiden sowie Funktionsräume mit hohen Sicherheitsanforderungen wie Wache, Leitzentrale, Gewahrsamsräume und spezielle Lagerräume entstanden. Ferner wurde die gesamte Haustechnik erneuert einschließlich neuer Heizzentrale im Keller und Lüftungszentrale im Dachgeschoss. Fenster und Außentüren wurden durch denkmalgerechte Holzrahmenfenster und Holztüren ersetzt und erfüllen gleichzeitig die Anforderungen an die geltende Energieeinsparverordnung. Die gesamte Fassade wurde instandgesetzt und fachgerecht denkmalgerecht restauriert.

Das ehemalige Hauptzollamtsgebäude wurde in den Jahren 1846 bis 1849 nach den Plänen des Aachener Architekten Johann Peter Cremer mit Natursteinelementen aus Aachener Blaustein errichtet. Mit der Planung und Bauleitung der Sanierung hatte der BLB NRW das Aachener Architekturbüro Jerusalem Ingenieure beauftragt. Der Umbau wurde in allen Phasen mit der Denkmalpflege abgestimmt und stellte hohe Anforderungen an die handwerklichen Fähigkeiten der beteiligten Firmen. So wurde zum Beispiel die im Eingangsfoyer herzustellende Sicherheitsschleuse als Glastrennwand mit schlanken Profilen ausgebildet. Die Profile sind dabei der Kontur der Gewölbedecken angepasst worden. Bei der Auswahl der Materialien für Boden-, Wand- und Deckenoberflächen sowie der notwendigen Erneuerung von Bauteilen wurde konsequent auf ein schlichtes Gesamtkonzept gesetzt. Alte Naturstein- und Parkettbodenbeläge sowie bauzeitliche Türen wurden soweit möglich erhalten.

Die Bauphase war aufgrund der alten Bausubstanz des Gebäudes von vielen bautechnischen Überraschungen geprägt. Manche verdeckte Schäden an den Holzbalkendecken und an der Fassade wurden erst während der Sanierung festgestellt und bei laufendem Baubetrieb behoben.

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