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"Grenzenlos extra" berichtet über Entwicklungshilfeprojekte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Mainz (ots) - Zu Gast bei Franz Alt sind die Repräsentanten der Entwicklungshilferessorts der drei Länder und Vertreter nichtstaatlicher Hilfsorganisationen Mittwoch, 2. Januar, Donnerstag, 3. Januar, Freitag, 4. Januar 2002 jeweils 17.30 Uhr Wir alle haben mit Entsetzen die Bilder der Straßenschlachten in Göteborg und Genua gesehen - zwei Städten, die 2001 für den gewaltsamen Protest militanter Globalisierungsgegner stehen. Durch die Gewalt bleibt die eigentliche Botschaft der Anti-Globalisierungskampagne auf der Strecke: Der Dritten Welt droht der Ausverkauf - hier explodieren die Profite, dort verlieren die Armen. Mittlerweile nehmen die Regierungen Europas die Warnung vor dem Ausverkauf der Dritten Welt ernst und denken über konkrete Maßnahmen wie die Einführung der Tobin-Steuer nach. Danach sollen alle Devisengeschäfte an den Börsen mit einer Abgabe von 0,1 Prozent belegt werden. Die Globalisierung, so die zunehmende Erkenntnis, braucht neue Regeln und Initiativen - sonst gewinnen nur die Reichen. "Grenzenlos. Das 3-Länder-Magazin" dokumentiert in drei Extra-Ausgaben herausragende Projekte privater und staatlicher Entwicklungshilfe. Dazu werden sowohl die zuständigen Entwicklungshilfeminister wie auch Vertreter von nicht-staatlichen Organisationen in den Gesprächsrunden von Moderator Franz Alt erwartet. Ständiger Gast im Studio ist Peter Scholl-Latour, Autor des Buches "Afrikanische Totenklage. Der Ausverkauf des Schwarzen Kontinents". Mittwoch, 2. Januar 2002, 17.30 Uhr Grenzenlos extra "Mädchenmorde und Tempelprostitution" 3sat Länge: 45 Minuten Erstausstrahlung Den Auftakt der Reihe bildet eine Reportage von Franz Alt, die das Elend in Indien verdeutlicht: Im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu gibt es Dörfer, in denen 80 Prozent aller neugeborenen Mädchen ermordet werden. Die Jahresstatistik einer Abtreibungsklinik in Bombay registriert 6.900 abgetriebene Mädchen, aber kaum abgetriebene Jungen. Im Bundesstaat Andhra Pradesh gibt es 25.000 Tempelprostituierte - die Mädchen werden mit sechs Jahren der Göttin Mathamma geweiht und müssen ab dreizehn Jahren Männern sexuell zu Diensten sein. Die Polizeistatistik zählt jährlich 7.000 Mitgiftmorde in Indien. Aber mitten in diesem Elend gibt es auch positive Entwicklungen: Die deutsche Hilfsorganisation Andheri-Hilfe leistet seit 15 Jahren zusammen mit indischen Frauengruppen effektive Entwicklungsarbeit. Die Reportage zeigt Dörfer, in denen seit drei Jahren kein Mädchen mehr getötet wurde. Dutzende von ehemaligen Tempelprostituierten berichten, wie und warum sie ausgestiegen sind und jetzt andere zum Ausstieg bewegen. Frauenmörder werden jetzt erstmals bestraft. Über 140.000 Frauen arbeiten bereits in Frauengruppen mit - in fünf Jahren sollen es eine Million sein. Zu Gast im Studio: - Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit - Rupert Neudeck, Cap Anamur Donnerstag, 3. Januar 2002, 17.30 Uhr Grenzenlos extra "Tazara - Der eiserne Weg in die Freiheit" 3sat Länge: 45 Minuten Erstausstrahlung Tanzania erstreckt sich von riesigen Seen im Innern bis zum Indischen Ozean, von den nördlichen Gebirgen bis zum südlichen Ruvuma River. Es ist ein buntes Mosaik aus Tropenwäldern, Savannen und glitzernden Seen. Eine Fahrt mit der Eisenbahn ermöglicht den Blick auf das Land aus völlig anderer Perspektive: Distanz und Nähe, Langsamkeit und Geschwindigkeit, Technik und Natur, Tradition und Fortschritt begegnen einander. Die Tazara Eisenbahn trägt den Beinamen "Great Uhuru Railway" - Uhuru bedeutet Freiheit - und gilt als Perle der Ingenieurskunst. Ihr Bau war das größte Eisenbahnbauvorhaben nach dem Zweiten Weltkrieg: 25.000 chinesische und 50.000 afrikanische Arbeiter verlegten 310.000 Tonnen Schienen über 320 Brücken, durch 23 Tunnels und über 147 Eisenbahnstationen von Dar es Salaam bis Kapiri Mposhi im Kupfergebiet von Zambia. Ein Projekt der "Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit" dient der Rehabilitierung und technischen Verbesserung der Strecke mit dem Ziel, Unfälle zu vermeiden und die Linie kostengünstiger zu machen. Zu Gast im Studio: - Günther Stachel, stellvertretender Leiter der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit - Kum'a Ndumbe, Politikwissenschaftler aus Kamerun Freitag, 4. Januar 2002, 17.30 Uhr Grenzenlos extra "Hilfe gegen Hunger" 3sat Länge: 45 Minuten Erstausstrahlung Es klingt wie im Märchen: Cossa Fady und mit ihr die Bewohner eines Dorfes im westafrikanischen Guinea-Bissau verwandelten unfruchtbare versalzte Böden in üppige Reisfelder und vertrieben so den Hunger. Das Know-how dazu holten sie sich in einem Nachbardorf bei den Ballantes, die als große Reisbauspezialisten Afrikas bekannt sind. Die Schweizer Entwicklungshilfeorganisation "Swissaid" hat diesen Erfahrungsaustausch ermöglicht und begleitet. Mit alten Filmdokumenten und im Gespräch mit dem Gründer von "Swissaid" Ernst W. Schnellmann zeichnet der Film die Entwicklung der Arbeit der Organisation nach und zeigt die hoffnungsvollen Fortschritte auf den Reisfeldern Guinea-Bissaus. Zu Gast im Studio: - Walter Fust, Direktor für Entwicklung und Zusammenarbeit, Schweiz - Thilo Bode, ehemaliger Greenpeace-Chef Videokassetten sind erhältlich bei Elke Kautz Südwestrundfunk 07221/929-3167 E-Mail: elke.kautz@swr.de ots Originaltext: 3sat Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Presse und Öffentlichkeitsarbeit 3sat Bernd Engelhart (06131-70-6332) Original-Content von: 3sat, übermittelt durch news aktuell

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