3sat

3sat extra: 53. Frankfurter Buchmesse 2001 im 3sat-Fernsehprogramm vom 1. bis 28. Oktober 2001

    Mainz / Frankfurt/M. (ots) - Wie in den vergangenen Jahren ist
3sat auch 2001 mit einem eigenen Stand (Halle 4.1. E 138) auf der
Frankfurter Buchmesse (10. bis 15. Oktober) vertreten. Parallel dazu
begleitet 3sat während des gesamten Oktobers die Bücherschau mit
einer Vielzahl von Literatursendungen auf dem Bildschirm.
    
    Im Mittelpunkt stehen zwei "Kulturzeit extra"-Sendungen über die
Gastnation Griechenland und über das aktuelle Buchmessengeschehen vor
Ort. Tägliche Berichterstattungen in der 3sat-"Kulturzeit" geben
einen Einblick in Neuheiten und Entwicklungen von und rund um die
größte Bücherschau der Welt. In Lesungen und Buchvorstellungen
präsentieren Schriftstellerinnen und Schriftsteller ihre neuen Werke.
Anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen
Buchhandels an Jürgen Habermas am Sonntag, 14. Oktober, lässt 3sat
den Philosophen in einem Gespräch mit Ronald Dworkin über das Thema
"Regiert das Recht die Politik" zu Wort kommen. Zahlreiche
Autorenporträts, Gespräche mit Schriftstellern und Dokumentationen
rund um literarische Themen ergänzen ein Angebot, das mit fast 20
Sendungen einen Monat lang Literatur pur im Fernsehen bietet.
    
    Am 3sat-Stand finden neben Veranstaltungen, die die diesjährige
Gastnation Griechenland thematisieren, Lesungen deutscher und
internationaler Autoren statt, die ihre Neuerscheinungen vorstellen
und mit "Kulturzeit"-Moderatoren diskutieren. Eine Übersicht über die
Standaktivitäten auf der Frankfurter Buchmesse befindet sich am Ende
dieses "3sat extra".
    
    
    Programmübersicht
        
    Montag, 1. Oktober 2001              10.15 Uhr    
    Berliner Begegnungen
    Elke Heidenreich zu Gast bei Ursula Hürzeler
    
    Samstag, 6. Oktober 2001            19.20 Uhr          
    Kulturzeit extra:
    Buchmessenland Griechenland
    Die Enkel des Odysseus
    Erstausstrahlung
    
    Sonntag, 7. Oktober 2001            10.00 Uhr        
    Literaturclub
    
    Dienstag, 9. Oktober 2001            0.20 Uhr        
    Literatur im Foyer -  extra
    Die Frankfurter Buchmesse 2001
    Erstausstrahlung
    
    Mittwoch, 10. Oktober 2001         21.45 Uhr        

    "Schütze Arsch"                                                                            
    Die Kriegsbriefe Heinrich Bölls
    Erstausstrahlung
        
    Im Café der toten Dichter          23.55 Uhr        
    Die Pragerin Lenka Reinerova
    

    Freitag, 12. Oktober 2001            1.15 Uhr        

    Literatur im Foyer - extra
    "Ach Schnucke, es gibt keine Frau, die Dir das    
    Wasser reichen kann"
    Erstausstrahlung
    
    Samstag, 13. Oktober 2001          21.40 Uhr          
    Kulturzeit extra:
    Frankfurter Buchmesse 2001
    Erstausstrahlung
              

    Sonntag, 14. Oktober 2001                  

    Regiert das Recht die Politik?    10.00 Uhr
    Jürgen Habermas im Dialog mit Ronald Dworkin
    
                                                
    Bestenliste - Das Literaturmagazin    10.45 Uhr  
    Die besten Bücher im Oktober
        
    "Wenn es keine Geschichten mehr gäbe ..."    11.45 Uhr
    Stichwörter zu Peter Bichsel
    

    Montag, 15. Oktober 2001  

    Berliner Begegnungen                                      10.15 Uhr        
    Günter Grass zu Gast bei Peter Huemer
    
    Mit Baedeker unterwegs                21.00 Uhr
    Handbücher der Reiselust
    
    Die große Bücherschau                 22.25 Uhr
    Literatur im Römer
    Erstausstrahlung
    
    Mittwoch, 17. Oktober 2001         21.00 Uhr        
    Innenleben eines Außenseiters
    Der Schriftsteller Hans Erich Nossack
    

    Sonntag, 21. Oktober 2001            9.15 Uhr        

    Hilde Spiel: Ein Porträt
    
    Das literarische Quartett            9.45 Uhr          
    

    Montag, 22. Oktober 2001            22.25 Uhr        
    DENKmal
    Thema: "Nicht von dieser Welt"
    Erstausstrahlung
    
    Mittwoch, 24. Oktober 2001         21.10 Uhr        
    Schreiben ist sterben lernen
    Deutsche Erstausstrahlung
    
    Sonntag, 28. Oktober 2001          10.00 Uhr        
    Literatur im Foyer
    "Familiengeschichten I"
    Elke Heidenreich und Bernd Schröder
    Erstausstrahlung
    
    jeweils sonntags         9.05 Uhr        
    Lyrik für alle    
    Die erste gesprochene Literaturgeschichte
    der Lyrik im Fernsehen
    von und mit Lutz Görner
    
    Stand: September 2001
    Änderungen vorbehalten
    
        
    Montag, 1. Oktober 2001
    
    10.15 Uhr    Berliner Begegnungen
    Elke Heidenreich zu Gast bei Ursula Hürzeler
    
    3sat 2000
    Länge: 46'
    
    In der Gesprächsreihe Berliner Begegnungen spricht Ursula Hürzeler
mit der prominenten Schriftstellerin, Fernseh- und
Rundfunkjournalistin Elke Heidenreich über ihr vielfältiges Werk,
ihre neuen Vorhaben und ihr Privatleben.
    
    Elke Heidenreich, in Korbach/Waldeck geboren, studierte in
München, Hamburg und Berlin Germanistik, Theatergeschichte,
Religionswissenschaft und Publizistik. Bekannt und berühmt als
Moderatorin und Rundfunkjournalistin wurde sie in der Rolle der
Ruhrpott-Quasseltante Else Stratmann und als Gastgeberin der
Talkshows "Leute" und "live".
    
    Die Autorin zahlreicher Hörspiele und Drehbücher schrieb jahrelang
auch Kolumnen für "Brigitte". Seit einigen Jahren tritt sie fast
ausschließlich als Schriftstellerin mit von der Kritik gerühmten
Erzählungen und Geschichten hervor. Ihr jüngstes Buch "Der Welt den
Rücken" ist im Carl-Hanser-Verlag erschienen.
    
    Die Autorin und ihr Mann Bernd Schröder sind am Donnerstag, 11.
Oktober, zu Gast am 3sat-Stand auf der Frankfurter Buchmesse.
    
        
    Samstag, 6. Oktober 2001
    
    19.20 Uhr      Kulturzeit extra: Buchmessenland Griechenland
    Die Enkel des Odysseus
    Film von Sofia Papachristou und Christos Asteriou
    
    3sat 2001
    Länge: 35'
    
    Erstausstrahlung
    
    Die Filmemacherin Sofia Papachristou und der
Literaturwissenschaftler und Übersetzer Christos Asteriou unternehmen
eine Reise durch die Literatur, Geschichte und Gegenwart
Griechenlands. Sie interviewen Autorinnen und Autoren, die die
aktuelle Literaturlandschaft ihres Heimatlandes prägen. Im Gespräch
über die Kultur des diesjährigen Buchmessenlandes stellen sie dabei
einzelne Bücher und Schriftsteller jenseits vorherrschender Klischees
vor. Die Filmautoren berichten, wie sich der Konflikt zwischen
Modernisierung und Tradition, zwischen demokratischer Gegenwart und
den Lasten der Vergangenheit, dem Bürgerkrieg nach 1945 und der
Militärdiktatur nach 1967 in der Lyrik, im Roman, in Theaterstücken
und in der Volkskunst niedergeschlagen hat und wie er darin
weitererzählt worden ist.
    
    Christos Asteriou ist am Donnerstag, 11. Oktober, zu Gast in einer
Gesprächrunde im Rahmen eines griechischen Programms am 3sat-Stand
auf der Frankfurter Buchmesse.
    
    
    Sonntag, 7. Oktober 2001
    
    10.00 Uhr    Literaturclub
    
    SF DRS 2001
    Länge: 74'
    
    Im Literaturclub diskutiert Daniel Cohn-Bendit mit dem
Kritikerteam Gunhild Kübler und Peter Hamm über Neuerscheinungen.
Dabei werden vorgestellt: Klaus Merz, "Adams Kostüm", Jean-Jacques
Schuhl, "Ingrid Caven", Dennis Johnson, "Engel im Alexander" und
Pavlos Matessis, "Die Tochter der Hündin". Als Gast begrüßt die Runde
den Fernsehmoderator Roger Willemsen. Für seine Talkshow "Willemsens
Woche" erhielt er mehrere Preise, wurde von der FAZ als "Muster für
intelligente, wenn nicht gar intellektuelle Unterhaltung"
apostrophiert. Neben seiner Tätigkeit als Fernsehmoderator ist
Willemsen als Herausgeber, Buchautor und Essayist tätig. Er schieb
unter anderem "Das Existenzrecht der Dichtung" und "Robert Musil -
Vom intellektuellen Eros". Zu den bekanntesten Übersetzungen
Willemsens zählen Werke von Umberto Eco und Thomas Moore. Die Sendung
moderiert Daniel Cohn-Bendit.
    
    
    Dienstag, 9. Oktober 2001
    
    0.20 Uhr    Literatur im Foyer - extra
    Die Frankfurter Buchmesse 2001
    Eine Revue mit prominenten Gästen
    Moderation: Martin Lüdke und Naomi Naegele
    
    ARD/SWR 2001
    Länge: 89'
    
    Erstausstrahlung
        
    "Literatur im Foyer - extra" präsentiert zur Frankfurter Buchmesse
die wichtigsten Autoren dieses Herbstes mit ihren neuen Büchern.
Prominente Gäste sind unter anderen Thomas Hettche, Uwe Timm, Ulla
Hahn und Christoph Peters. Außerdem stellt der Nobelpreiskandidat
Harry Mulisch seinen neuen Roman "Siegfried" vor. Die Wiener
Literaturkritikerin und Herausgeberin der Zeitschrift "Literaturen"
Sigrid Löffler informiert im Gespräch mit Martin Lüdke und Naomi
Naegele über Tendenzen und Mode-Erscheinungen sowie über die
wichtigsten Bücher der Messe. Michael Krüger, Chef des
Hanser-Verlags, berichtet von seinem Star-Autor Umberto Eco. Dazu
gibt es weitere Gespräche mit anderen Branchenvertretern.
    
    Thomas Hettche, Uwe Timm und Harry Mulisch sind im Rahmen der
Livesendung "Bücher-Hebst" des DeutschlandRadios Berlin am 13.
Oktober zu Gast am 3sat-Stand auf der Frankfurter Buchmesse.
    
    
    Mittwoch, 10. Oktober 2001
        
    21.45      Uhr      "Schütze Arsch"
                    Die Kriegsbriefe Heinrich Bölls
                    Film von Benedikt Gondolf
                      
                  3sat 2001
                  Länge: 15'
    
                  Erstausstrahlung
    
    Wenige Tage vor Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde Heinrich Böll
- er war gerade 21 - eingezogen. Sechs Jahre lang war er Soldat in
Polen, an der Kanalküste, auf der Krim. Überlebt hat er durchs
Schreiben. Wo immer er einen Moment Ruhe hatte, schrieb er Briefe an
seine Eltern, seine Geschwister und an seine Braut und spätere Frau
Annemarie Böll. Diese 878 Briefe sind ein literarischer und
zeitgeschichtlicher Schatz, vergleichbar den Tagebüchern Victor
Klemperers. 51 Jahre nach Kriegsende und 16 Jahre nach Bölls Tod
werden diese Briefe jetzt veröffentlicht. Sie zeigen Böll in einem
neuen, überraschenden Licht: Obwohl ihm alles Militärische verhasst
war, hatte er an der Notwendigkeit des Krieges keine Zweifel, und vom
deutschen Sieg war er bis kurz vor Kriegsende überzeugt. Böll, der
nur wenige Tage an der Front war, in Schreibstuben und
Orts-Kommandanturen diente und mehrmals im Lazarett lag, gibt sich in
seinen Briefen kämpferisch. Rigoros ist er auch in seiner religiösen
Überzeugung. Er sieht sich als einen der letzten Christen im Kampf
gegen Lauheit und Leidenschaftslosigkeit. Diese Briefe irritieren,
sie verändern das Bild des Nobelpreisträgers und Nachrüstungsgegners.
Sie dokumentieren, dass der Weg zum Friedenskämpfer und kritischen
Intellektuellen kein gradliniger war. Die Sensibilität und
Rigorosität der "Katharina Blum", man spürt sie schon in diesen
Briefen. Angela Winkler, die Darstellerin der "Katharina Blum", liest
aus den Kriegsbriefen Bölls. Menschen, die Böll nahe standen, kommen
zu Wort, darunter sein Sohn René, sein Neffe und langjähriger
Mitarbeiter Victor Böll sowie der Herausgeber der Briefe, Joachim
Schubert.
    
    
    23.55 Uhr    Im Café der toten Dichter
    Die Pragerin Lenka Reinerova
    Film von Gabriele Conrad und Gabriele Denecke
    
    ARD/ORB 1998
    Länge: 30'
    
    "Irgendwo in dem schleierhaften blaugrauen Dunst über den von
Grünspan bezogenen Kuppeln gibt es ein Café mit vielen Tischen, und
von jedem kann man hinunter blicken auf unsere Stadt, und die, die
das tun, haben hier fast alle einmal gelebt." Dieses Café der toten
Dichter gibt es nur in den Geschichten der Lenka Reinerova. Sie
erlebte zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts das alte Prag zwischen
Kafka und Kisch. Erinnerungen an Kämpfe und Krisen oder die
Gefängniszelle, in die sie 1948 die Kommunisten im Zuge ihrer so
genannten Säuberung steckten, sind Bilder in ihrem Kopf und in ihren
Büchern. In den 60er Jahren wurde sie rehabilitiert. Prag galt als
Paris des Ostens, großzügig, freiheitlich, renitent. Lenka Reinerova
schrieb für die Reformzeitschrift "Freiheit und Europa" und hoffte
auf einen besseren Kommunismus. Nach dem gewaltsamen Ende des Prager
Frühlings 1968 erhielt sie Schreibverbot. Mit ihrem Buch
"Mandelduft", das im Aufbau-Verlag erschienen ist, hält Reinerova
Erinnerungen an die verschwundenen Welten Prags wach.
    
    
    Freitag, 12. Oktober 2001
    
    1.15 Uhr    Literatur im Foyer - extra
    "Ach Schnucke, es gibt keine Frau, die Dir das Wasser reichen
    kann"
    Die lange Nacht der neuen Bücher:
    Walser, Härtling, Kluge, Klein & Co.
    Durch die Nacht führt Martin Lüdke
    
    ARD/SWR/3sat 2001
    Länge: 179'
    
    Erstausstrahlung
    
    Die deutsche Literatur der Gegenwart präsentiert sich in
"Literatur im Foyer - extra" mit einer langen Nacht der neuen Bücher.
Viele Jahre hat es gedauert, bis die deutschsprachige Literatur
wieder an Popularität gewann, doch inzwischen werden deutsche
Schriftsteller wieder gekauft, gelesen und gelobt. Zu sehen und zu
hören sind bekannte Gesichter, große Namen und wichtige Bücher,
darunter die großen Altmeister unter den deutschen Erzählern: Martin
Walser, Peter Härtling und W.G. Sebald, die großen Entdeckungen des
vergangenen Jahres Julia Franck und Michael Kumpfmüller und die
erfolgreichen Autorinnen und Autoren Doris Dörrie, Michael Schneider
und der Dichter Robert Gernhardt.
    
    Die lange Nacht der neuen Bücher bietet ein Fest des Eigensinns.
Erfahrung und Information, Spannung, Unterhaltung und etwas vom
Zauber der Poesie.
    
    
    Samstag, 13. Oktober 2001
    
    21.40 Uhr      Kulturzeit extra: Frankfurter Buchmesse 2001
    
    3sat 2001
    Länge: 59'
    
    Erstausstrahlung
    
    "Kulturzeit-extra" führt auch in diesem Jahr die Zuschauer über
die Frankfurter Buchmesse und pickt aus dem breiten literarischen
Angebot einzelne Titel heraus. Daneben stellt Kulturzeit-Moderator
Gert Scobel Autoren aus unterschiedlichen literarischen Sparten vor
und diskutiert in einem Gespräch unter anderen mit der prominenten
Gastkritikerin Elke Heidenreich über deutschsprachige
Neuerscheinungen.
    
    
    Sonntag, 14. Oktober 2001
    
    10.00 Uhr    Regiert das Recht die Politik?
    Jürgen Habermas im Dialog mit Ronald Dworkin
    
    ARD/WDR 1995
    Länge: 44'
    
    Jürgen Habermas, der letzte prominente Vertreter der "Frankfurter
Schule" von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno, erhält in diesem
Jahr den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Der Börsenverein
will damit einen Menschen auszeichnen, "der den Weg der
Bundesrepublik ebenso kritisch wie engagiert begleitete, der mehr als
einer Generation die Stichworte zur geistigen Situation der Zeit
vermittelte und der von einer weltweiten Leserschaft als der prägende
deutsche Philosoph der Epoche wahrgenommen wird".
    
    Zwischen der Verfassung und der Demokratie als Rechtsform besteht
eine Spannung. So können beispielsweise Richter am
Bundesverfassungsgericht, die nicht unmittelbar gewählt werden,
demokratisch legitime Entscheidungen außer Kraft setzen. Demnach sind
Mehrheitsentscheidungen dem Verständnis von Demokratie zufolge nicht
immer zugleich legitim. Jürgen Habermas, Soziologe und Philosoph,
führt in der Sendung einen Dialog mit dem amerikanischen
Rechtsphilosophen Ronald Dworkin: Wie lässt sich das Recht begründen,
wie werden die Rechte der Einzelnen und seine Freiheit definiert, in
welchem Verhältnis stehen Recht, Moral und Ethik? Inwiefern hängt die
Geltung von Normen von den demokratischen Verfahren ab? Fragen, die
durch die jüngsten Terroranschläge in den USA und die damit
verbundenen Diskussionen um Verschärfungen der Gesetzgebung in
Deutschland höchste Aktualität erhalten.
    
    Die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an
Jürgen Habermas findet am 14. Oktober in der Frankfurter Paulskirche
statt.
    
    
    10.45 Uhr    Bestenliste - Das Literaturmagazin
    Die besten Bücher im Oktober
    
    ARD/SWR 2001
    Länge: 60'
    
    Die Bestenliste ist die traditionsreiche Bücherliste, die all
monatlich 34 renommierte Literaturkritikerinnen und -kritiker aus dem
deutschsprachigen Raum zusammenstellen. Seit über 20 Jahren hilft sie
dem Buchinteressierten, sich im Dschungel der Neuerscheinungen
zurechtzufinden: kompetent, niveauvoll, und ohne Scheuklappen.
Vorgestellt werden dicke Schmöker, Gedichtbände, Autobiographisches,
Literaturessays. Aus allen Jahrhunderten, aus allen Ländern. Es gibt
Geheimtipps, literarische Trendsetter, Klassiker. Sie alle verbindet
eines: Es lohnt, sie zu lesen.
    
    Hubert Winkels, angesehener Literaturkritiker und langjähriger
Moderator des "Dichterclubs", führt durch die Sendung.
    
    
    Sonntag, 14. Oktober 2001
    
    11.45 Uhr      "Wenn es keine Geschichten mehr gäbe ..."
    Stichwörter zu Peter Bichsel
    Film von Peter K. Wehrli
    
    SF DRS 2001
    Länge: 57'
    
    Deutsche Erstausstrahlung
    
    1964 wurde der im Schweizer Solothurn geborene Schriftsteller
Peter Bichsel mit seinem Prosaband "Eigentlich möchte Frau Blum den
Milchmann kennenlernen" bekannt. Dem Schriftsteller gelang auf Anhieb
der literarische Durchbruch mit dem nur 50-seitigen Band, der 21
Geschichten über menschliche Einsamkeit und Enttäuschung
zusammenfasst. Seitdem gehört Bichsel zu den meist gelesenen Autoren
des Alpenstaats. Neben dem Erzählwerk fanden vor allem Bichsels
Zeitungs- und Illustriertenkolumnen Beachtung. Sein Name ist selbst
jenen vertraut, die seine Bücher nicht lesen. Bekannt wurde Peter
Bichsel auch durch sein politisches Engagement, das sein
literarisches Schaffen begleitet.
    
    Die Dokumentation von Peter K. Wehrli sichtet Archivmaterial aus
vier Jahrzehnten und lässt den Autor die darin entdeckten
"Stichwörter" aus heutiger Sicht kommentieren.
    
    
    Montag, 15. Oktober 2001
    
    10.15 Uhr    Berliner Begegnungen
    Günter Grass zu Gast bei Peter Huemer
    
    3sat 2001
    Länge: 46'
    
    Günter Grass trat nach seinem Grafik- und Bildhauereistudium an
der Düsseldorfer Kunstakademie als bildender Künstler in die
Öffentlichkeit. Wenig später feierte er seine ersten Erfolge auf
einem ganz anderen Gebiet: der Literatur. Für seinen Roman "Die
Blechtrommel" bekam der bald als führender Schriftsteller seiner
Generation und unbestechlicher Gesellschaftskritiker geltende Autor
den Preis der "Gruppe 47". Mit der meisterhaften Prosa der
"Blechtrommel", die 20 Jahre später von Volker Schlöndorff verfilmt
wurde, gelang Grass der internationale Durchbruch. Nach zahlreichen
weiteren Ehrungen, unter anderem dem "Georg-Büchner-Preis", erhielt
er im September 1999 den "Literatur-Nobelpreis" der Schwedischen
Akademie der Wissenschaften. Die Juroren würdigten damit nicht nur
sein literarisches Schaffen, sondern auch sein politisches Engagement
als linksliberaler Intellektueller.
    
    Peter Huemer spricht mit Günter Grass über sein Wirken als
Schriftsteller und Künstler, seinen Umgang mit Literaturkritik, sein
politisches Engagement, seine Hoffnungen und Wünsche.
    
    
    21.00 Uhr    Mit Baedeker unterwegs
    Handbücher der Reiselust
    Film von Nicolai Vialkowitsch
    
    ARD/SWR 2000
    Länge: 29'
    
    Der Name Baedeker ist Synonym für den Reiseführer schlechthin.
Karl Baedeker wurde am 3. November 1801 in Essen geboren und stammt
aus einer Familie von Buchhändlern und Druckern. In seinem 1827 in
Koblenz gegründeten Verlag schuf Baedeker - statt der üblichen
Reiseliteratur, deren Spektrum von Abenteuergeschichten über
nüchterne Beschreibungen bis hin zu intellektuellen Betrachtungen
reichte - einen praktischen Ratgeber, der nicht nur auf
Sehenswürdigkeiten hinwies, sondern auch zuverlässig über Fahrpläne,
Rastmöglichkeiten und Gasthäuser informierte. Der Verleger machte es
sich zur Pflicht, die zusammengetragenen Informationen persönlich an
Ort und Stelle zu überprüfen. So kamen seine Reiseführer in den Ruf
der absoluten Verlässlichkeit. Heute sind die Reisehandbücher
europaweit marktführend. Das Blättern in alten Baedekern ist ein
Spaziergang durch die Geschichte der Reisekultur und gibt
interessante Einblicke in die Entwicklung des Tourismus.
    
    
    Montag, 15. Oktober 2001
    
    22.25 Uhr      Die große Bücherschau
    Literatur im Römer
    Moderation: Klaus Bednarz und Gisela Marx
    
    ARD/WDR/3sat 2001
    Länge: 119'
    
    Erstausstrahlung
    
    Auch in diesem Jahr veranstaltet die Stadt Frankfurt während der
Buchmesse zwei Literaturabende im Römersaal des alten Rathauses.
Autorinnen und Autoren, die auf der Buchmesse zu Besuch sind, lesen
vor einem interessierten Publikum aus ihren Büchern und stellen sich
den Fragen der Moderatoren Gisela Marx und Klaus Bednarz -
literarische Unterhaltung im besten Sinne des Wortes. Gäste des
Literaturabends sind unter anderen Harry Mulisch, Inge Deutschkron,
Ernst Klee, Wladimir Kaminer, Barbara Frischmuth, Georg Klein, Malin
Schwerdtfeger, Thomas Hettche, Juli Zeh und Frank Goosen.
    
    Harry Mulisch und Thomas Hettche sind bei zwei Veranstaltungen
auch zu Gast am 3sat-Stand auf der diesjährigen Frankfurter
Buchmesse.
    
    
    Mittwoch, 17. Oktober 2001
    
    21.00 Uhr    Innenleben eines Außenseiters
    Der Schriftsteller Hans Erich Nossack
    Film von Frank Hertweck und Susanne Bienwald
    
    SWR 2000
    Länge: 59'
    
    Hans Erich Nossack gilt als einer der wichtigsten Chronisten des
Themas Krieg. Sein Werk erreichte erst sehr spät die Aufmerksamkeit
der Öffentlichkeit. Nossack war schon über 50 als ihm als
Suhrkamp-Autor mit Werken wie "Spätestens im November" (1955),
"Spirale" (1956) und "Der jüngere Bruder" (1958) der Durchbruch im
Nachkriegs-Deutschland gelang. Nach der Verleihung des Büchnerpreises
1961 fand er auch international Beachtung.
    
    Trotzdem erschien Nossack denen, die ihn kannten, als unzugänglich
und schwierig, als einer, der stets auf Abstand bedacht, keine
Einblicke in Persönliches gestattete. Der, scheinbar unberührt vom
äußeren Erfolg oder Misserfolg, allein für sein schwieriges Werk
lebte.
    
    Die Tagebücher, die er regelmäßig geführt hat, zeichnen das Bild
eines Gequälten und sich selbst Quälenden, einer leidenden Existenz.
Anhand dieser Tagebuch-Aufzeichnungen erzählen der Filmemacher Frank
Hertweck und die Nossack-Biographin Susanne Bienwald das Leben des
Schriftstellers hinter dem öffentlichen Leben - eine innere
Biografie, die obsessiv und traumatisch immer wieder um einen
verbotenen Wunsch kreist: die eigene Mutter zu ermorden.
    
    
    Sonntag, 21. Oktober 2001
    
    9.15 Uhr    Hilde Spiel: Ein Porträt
    Ein Film von Gerda Haller
    
    ORF 1987
    Länge: 29'
    
    Die im November 1990 verstorbene österreichische Schriftstellerin
Hilde Spiel hat ihre Jugend noch im Nachherbst der großen
Kulturperiode um 1900 in Wien verbracht. Bedeutung erlangte Hilde
Spiel sowohl als Essayistin, Romanautorin und Übersetzerin, ferner
durch ihre langjährige Tätigkeit als Österreich-Korrespondentin für
die "Frankfurter Zeitung". In einem Gespräch mit Gerda Haller erzählt
sie über ihre Beziehung zu Österreich, aus ihrem Leben, ihrem Exil in
London und der Rückkehr nach Österreich. Darüber hinaus liest Hilde
Spiel aus ihrem Werk, reflektiert über Publizistik, Literatur und
Politik.
    
    Am 19. Oktober 2001 wäre Hilde Spiel 90 Jahre alt geworden.
    
    
    Sonntag, 21. Oktober 2001
    
    9.45 Uhr    Das literarische Quartett
    
    ZDF 2001
    Länge: 29'
    
    Die Kritikerrunde mit Marcel Reich-Ranicki, Iris Radisch sowie
Hellmuth Karasek diskutiert gemeinsam mit einem Gast über
Buch-Neuerscheinungen. "Das literarische Quartett" stellt seinen
Zuschauern fünf neue Publikationen aus dem Meer der
Veröffentlichungen der Frankfurter Buchmesse vor und vermittelt durch
eine kontroverse Debatte Kriterien, mit denen sich das Publikum auf
dem großen Büchermarkt orientieren kann.
    
    Mit Scharfzüngigkeit und hohem Unterhaltungswert trägt die
Kritikerrunde zu einer beträchtlichen Leseförderung bei. Sie hat es
verstanden, auch weniger literaturinteressierte Zuschauer anzulocken,
für die das Quartett allein durch die Personenkonstellation zur
Kultsendung geworden ist.
    
    
    Montag, 22. Oktober 2001
    
    22.25 Uhr    DENKmal
    Thema: "Nicht von dieser Welt"
    Ein kulturelles Ratespiel
    
    3sat 2001
    Länge: 35'
        
    Erstausstrahlung
    
    Ob Tagtraum oder Weltenflucht, Sehnsucht nach Überhöhung oder
Wahnsinn, der künstlerische Gestus ist mal zerstörerisch, mal
produktiv. Die Namen von sechs Künstlern sind im kulturellen
Ratespiel herauszufinden, Künstler, die in ihren Entwürfen von
Phantasien und Gegenwelten die profane Realität verlassen haben.
    
    "DENKmal" lädt ein zum Rätseln über sechs Versionen von
gestaltetem Realitätsverlust in unterschiedlichen Genres und Epochen.
Ein Maler, der dunkelste Phantasien, Terror und Bestialität in Öl
festhält, eine Dame, die ganze Generationen in fabelhafte Welten
unter grünen Blättern entführt hat, ein Autor, der zwar im wirklichen
Leben vor allem politisch mit beiden Beinen auf dem Boden steht,
literarisch aber bevorzugt surrealistische Szenarien entwirft, ist
ebenso gesucht wie ein Komponist, der in Sphärenklängen ganze Kosmen
an Überirdischem entstehen lässt. Auch ein Vertreter Griechenlands
darf bei diesem Kulturrätsel nicht fehlen. Durch die Sendung führt
Charles Clerc.
    
    
    Mittwoch, 24. Oktober 2001
    
    21.10 Uhr    Schreiben ist sterben lernen
    Porträt von Brita Steinwendtner
    
    ORF 1991
    Länge: 45'
    
    Deutsche Erstausstrahlung
    
    Wer nach dem Anfang der österreichischen Gegenwartsliteratur
sucht, kommt an ihr nicht vorbei: Seit Jahrzehnten gilt die 1921 in
Wien geborene Schriftstellerin Ilse Aichinger als bedeutende und
unergründliche Dichterin innerhalb der deutschsprachigen
Gegenwartsliteratur. Im September 1945 veröffentlichte sie den ersten
Text, der von Konzentrationslagern sprach. 1948 unternahm sie im
Roman "Die größte Hoffnung" die autobiographische Schilderung der
Kriegszeit in Wien. Mit ihren verdichteten Texten der vergangenen
Jahrzehnte ist sie zu einer unaufdringlichen wie bedeutsamen
Leitfigur der jüngeren und der jüngsten Autorengeneration geworden.
    
    Brita Steinwendtner folgt in ihrem Film den biographischen
Stationen und den Abenteuern von Ilse Aichingers Weltempfinden im
Roman, in Gedichten, Erzählungen und surrealen Szenen.
    
    Ilse Aichinger feiert am 1. November ihren 80. Geburtstag.
    
    
    Sonntag, 28. Oktober 2001
    
    10.00 Uhr    Literatur im Foyer
    "Familiengeschichten I"
    Elke Heidenreich und Bernd Schröder
    
    ARD/SWR/3sat 2001
    Länge: 60'
    
    Erstausstrahlung
    
    Die neue Erzählung Elke Heidenreichs "Der Welt den Rücken" wird
viele Leser jubeln lassen. Kritiker sehen den Erfolg schon
programmiert. Auch ihr Mann, Bernd Schröder, hat einen neuen Roman
"Die Madonnina" veröffentlicht. Elke Heidenreich hält ihren Ehemann
für den besseren Schriftsteller. Über diese Familiengeschichte(n)
spricht Martin Lüdke mit dem Ehepaar und weiteren bekannten
Persönlichkeiten: unter anderen mit Mathias Schreiber, Kulturchef des
"Spiegels" und Hajo Steinert, Literaturchef des Deutschlandfunks,
Köln.
    
    Elke Heidenreich und ihr Mann Bernd Schröder sind am Donnerstag,
11. Oktober, zu Gast am 3sat-Stand auf der diesjährigen Buchmesse.
    
    
    jeweils sonntags
    
    9.05 Uhr    Lyrik für alle
              Die erste gesprochene Literaturgeschichte der Lyrik im
Fernsehen
    von und mit Lutz Görner
    
    3sat
    Länge: 10'
    
    Der Rezitator und Darsteller Lutz Görner interpretiert in
einzigartiger Weise Gedichte und lässt eine umfangreiche
Lyrik-Anthologie entstehen. Für den Oktober hat Lutz Görner Gedichte
von Peter Maiwald, Johann Wolfgang Goethe, Novalis, Robert Gernhardt,
Wilhelm Busch, Paul Fleming und Andreas Gryphius ausgewählt.
    
    
    Freitag, 12. Oktober 2001  

              11.00 Uhr      Lesung und Interview  
                  Gast: Michael Lentz
                  Moderation: Ernst A. Grandits
    
              12.00 Uhr    Interview
                  Gast: Said
                  Moderation: Ernst A. Grandits
    
              14.00 Uhr    Interview
                  Gast: John Roehl
                  Moderation: Ernst A. Grandits
              
              15.00 Uhr    Lesung und Interview
                  Gast: Joachim Fest
                  Moderation: Ernst A. Grandits
    
              16.00 Uhr    Gesprächsrunde und Videovorführung
                  Gäste:      Werner Fritsch (Theaterautor)
                        Hans-Jürgen Drescher (Suhrkamp)
                        Wolfgang Bergmann
                        (3sat/ZDF-Theaterkanal)
                  Moderation: Ernst A. Grandits
    
    Samstag, 13. Oktober 2001
              12.00 Uhr      Livesendung
                  "Bücher-Herbst" vom Deutschland Radio
                  Gäste:    Harry Mulisch          
                        Thomas Hürlimann
                        Thomas Hettche
                        Sven Regener
                        Péter Esterházy
                        Elke Heidenreich
                        Kirstin Baldursdottir
                        Uwe Timm
                        Martin Walser
                        Moderation:      Sigried Wesener
                        Dorothea Westphal
                        Claus Vogelgesang
    
                  Ende der Veranstaltung ca. 15.00 Uhr
        
    
ots Originaltext: 3sat
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Herausgegeben von der
Presse und Öffentlichkeitsarbeit 3sat
c/o ZDF
55100 Mainz
Tel.: 06131/70-6479, -6407
Fax:  06131/70-6120

E-Mail: Presse@3sat.de
Online: www.3sat.de  ;
www.pressetreff.3sat.de

Bilderdienst Hotline:
Tel.: 06131/706100
E-Mail: Bilderdienst@zdf.de

Redaktion: Frank Herda
Tel.: 06131/706418
E-Mail: Herda.f@3sat.de

Original-Content von: 3sat, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: 3sat

Das könnte Sie auch interessieren: