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NABU begrüßt WBGU-Empfehlungen zu Nachhaltigkeitspolitik

    Bonn (ots) - Der Naturschutzbund NABU hat die heutigen
Empfehlungen des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung
Globale Umweltveränderungen (WBGU) knapp ein Jahr vor dem Weltgipfel
für Nachhaltige Entwicklung in Johannesburg grundsätzlich begrüßt.
Der Ausbau des UN-Umweltprogramms UNEP zu einer internationalen
Umweltorganisation oder die Einrichtung eines globalen
Schutzgebietssystems auf 20 Prozent der weltweiten Landfläche seien
richtige und wichtige Maßnahmen, sagte NABU-Präsident Jochen
Flasbarth: "Die Bundesregierung sollte die Empfehlungen des WBGU sehr
ernst nehmen und frühzeitig in ihre Verhandlungsstrategie für
Johannesburg aufnehmen."
    
    Als besonders dringlich bezeichnete Flasbarth die Entwicklung
wirksamer ökologischer und sozialer Rahmenbedingungen für die
globalisierte Weltwirtschaft. "Die Welthandelsorganisation schaufelt
sich ihr eigenes Grab, wenn sie Fragen des Umweltschutzes oder
sozialer Standards weiterhin als lästige Randthemen behandelt." Die
Politik des schrankenlosen Wachstums führe geradewegs in die
Klimakatastrophe, so der NABU-Präsident: "Sparsamkeit und Effizienz
sind die Prinzipien, die mittelfristig auch ökonomische Vorteile
sichern." Der WBGU-Vorschlag zur Verabschiedung einer
Weltenergiecharta mit verbindlichen Ausbauzielen für erneuerbare
Energiequellen und effiziente Technologien werde daher vom NABU
unterstützt.
    
    Flasbarth forderte vom Bund und insbesondere den Ländern eine noch
entschlossenere Umweltpolitik: "Nur dann können wir international mit
gutem Beispiel und glaubwürdig vorangehen." Vor allem einige
Bundesländer hätten bei der Ausweisung von Schutzgebieten oder der
Umsetzung der Agrarwende noch gewaltigen Nachholbedarf. Doch auch die
Bundesregierung müsse ihre Anstrengungen etwa auf dem Verkehrssektor
intensivieren, um die selbst formulierten Klimaschutzziele zu
erreichen, so der NABU-Präsident.
    
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