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NABU für ein tatsächlich wirksames Bundesnaturschutzgesetz

    Bonn (ots) - Anlässlich der heutigen Anhörung zur Novelle des
Bundesnaturschutzgesetzes hat der Naturschutzbund NABU deutliche
Nachbesserungen am vorliegenden Gesetzesentwurf gefordert. Trotz
aller grundsätzlichen Zustimmung für die Reform sehe der NABU etwa
beim angestrebten Biotopverbund noch Schwachstellen, sagte
NABU-Präsident Jochen Flasbarth: "Wir müssen uns auf die wirklich
wichtigen Biotope konzentrieren." Die für den Biotopverbund
vorgesehenen 10 Prozent der Landesfläche müssten tatsächliche
Kernzonen des Naturschutzes umfassen, die bislang vorgesehenen
Kriterien für die Auswahl der Verbundflächen seien dafür allerdings
viel zu beliebig. "Der aktuelle Entwurf macht es den Bundesländern zu
leicht, sich hier aus der Verantwortung zu stehlen", so Flasbarth.
    
    Den anhaltenden Widerstand aus den Reihen der Agrarlobby gegen das
Bundesnaturschutzgesetz bewertete Flasbarth als anachronistisches
Rückzugsgefecht. Der NABU-Präsident forderte darüber hinaus für das
neue Bundesnaturschutzgesetz die Ausweisung von Meeresschutzgebieten:
"Verantwortungsvoller Naturschutz darf nicht am Strand halt machen."
    
    Insgesamt habe Bundesumweltminister Jürgen Trittin jetzt die große
Chance, nach über 20 Jahren des Stillstandes einen echten Meilenstein
für die rechtliche Ausgestaltung des Naturschutzes in Deutschland zu
setzen. "So kurz vor dem Ziel sollten alle Beteiligten über ihren
Schatten springen und ihrer Verantwortung für die Sicherung der
biologischen Vielfalt in Deutschland gerecht werden", forderte
Flasbarth.
    
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