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NABU gegen neues EU-Schlachtprogramm für Rinder

Bonn (ots) - Der Naturschutzbund NABU hat die Bundesregierung aufgefordert, in der Auseinandersetzung um das von der EU-Kommission vorgeschlagene zweite Schlachtprogramm für Rinder hart zu bleiben. "Es kann nicht sein, dass mit Subventionen der EU ,produzierte' Rinder nun durch ein milliardenteures Schlachtprogramm aus dem Verkehr gezogen werden, ohne gleichzeitig die Weichen für eine Neuorientierung in der EU-Agrarpolitik zu stellen", sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Gerd Billen. Das von EU-Agrarkommissar Fischler vorgeschlagene 7-Punkte-Programm, zu dem der Ankauf von bis zu 1,2 Millionen Tieren gehöre, sei kein Konzept, sondern ein Sammelsurium von Einzelmaßnahmen mit höchstens kurzfristiger Wirkung. Bundeskanzler Schröder müsse die Finanzierung eines solchen Programms, das nicht zur Agrarwende beitrage, verhindern. In der jetzigen Situation sei es notwendig, gegenüber der Kommission und den EU-Mitgliedstaaten die Alternativen aufzuzeigen und der als richtig und notwendig erkannten Agrarwende endlich schärfere Konturen zu geben. "Um auf EU-Ebene überzeugen zu können, muss die Bundesregierung aber auch konsequent die Möglichkeiten der Agenda 2000 nutzen", so Billen. Hierzu gehöre eine verbindliche Verknüpfung der Agrarbeihilfen mit ökologischen Mindeststandards. So dürften Betriebe, die mehr als 2 Rinder je Hektar halten zukünftig keine Förderung mehr bekommen. Dies wäre ein wichtiger Beitrag zu mehr Umwelt- wie Verbraucherschutz. Darüber hinaus müsse auch die finanzielle Förderung einer artgerechten und naturverträglichen Landwirtschaft über die "Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" ausgebaut werden, statt sie zum Steinbruch für die Finanzierung der BSE-Krise zu erklären. Zur Finanzierung sowohl der BSE-Krise wie auch der Agrarwende stehen nach Auffassung des NABU genügend Mittel aus den Agrarhaushalten zur Verfügung. Diese Mittel gerechter und zielführender im Sinne einer naturverträglichen und verbraucherorientierten Politik einzusetzen, sei selbst kurzfristig möglich, so der NABU-Bundesgeschäftsführer. ots Originaltext: NABU Bonn Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Christof Weins, NABU-Agrarreferent, 0228-4036-168 Original-Content von: NABU, übermittelt durch news aktuell

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