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NABU: Rindervernichtung ist Ausdruck einer pervertierten Agrarpolitik

    Bonn (ots) - Als "rückwärtsgerichteter Ausdruck einer
pervertierten Agrarpolitik" hat der Naturschutzbund NABU den
Beschluss des Bundeskabinetts über die deutsche Beteiligung am
EU-Programm zur Massentötung von Rindern kritisiert. "Dieses Programm
stütz die überholte europäische Agrarordnung, in der Tiere auf Halde
produziert werden, um sie dann wie Briketts in den Ofen zu schieben",
kritisierte NABU-Agrarexperte Florian Schöne. Der gesunkene
Fleischverzehr verdeutliche nicht nur die Sorgen der Bürger, sondern
sei auch Ausdruck des Protestes der Verbraucher gegen eine verfehlte
Agrar- und Verbraucherpolitik. "Deshalb wäre es fatal, wenn der Staat
versuchen würde, das Problem nach dem alten Muster durch
Marktentlastung zu lösen", betonte Schöne.
    
    Marktstützungen seien nach Ansicht des NABU in jedem Fall das
schlechtere Mittel, besonders wenn sie noch nicht einmal mit
Bedingungen verknüpft werden, die das Ziel der verkündeten Agrarwende
verfolgten. Der NABU schlägt anstatt dessen einzelbetriebliche Hilfen
vor, die greifen sollen, wenn durch die jetzige Situation Betriebe in
existenzielle Not geraten. Solche Hilfen dürften nur gewährt werden,
wenn die Agrarbetriebe ein Betriebskonzept vorlegen, das an die
Kriterien einer naturverträglichen und nachhaltigen Landwirtschaft
gebunden ist. "Es ist keinesfalls hinnehmbar, dass der Agrarmarkt
pauschal entlastet werden soll, nur um danach weitermachen zu können
wie bisher, und das alles auf Kosten der Steuerzahler und zu Lasten
von Umwelt und Natur", betonte der NABU-Experte.
    
    
ots Originaltext: NABU Bonn
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