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NABU begrüßt Konzeptpapier von Umwelt- und Agrarministerium zur Agrarpolitik

    Bonn (ots) - Der Naturschutzbund NABU hat das aktuelle
Konzeptpapier von Umwelt- und Landwirtschaftsministerium zu
Konsequenzen aus der BSE-Krise als 'wegweisend' begrüßt. "Dieses
Programm könnte die Wende zu einer naturverträglichen Landwirtschaft
einläuten", sagte NABU-Präsident Jochen Flasbarth. Erstmals finde
sich in einem Papier aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium das
Bekenntnis zum Leitbild des ökologischen Landbaus und zu einem
konsequenten Umbau der bisherigen Subventionspraxis in der
Landwirtschaft. So sollen etwa Zahlungen an Landwirte ab dem Jahr
2002 an konkrete Umweltleistungen gekoppelt, eine Prämie für
Nutzungseinschränkungen in FFH-Gebieten gewährt und die überflüssige
Silomaisprämie durch eine Förderung für extensive
Grünland-Bewirtschaftung ersetzt werden. "Landwirtschaftsminister
Funke muss sich jetzt daran messen lassen, ob er sich aktiv für
dieses Programm einsetzt", so Flasbarth.
    
    Die erste öffentliche Bewährungsprobe wird die gemeinsame
Konferenz der Agrar- und Umweltminister aus Bund und Ländern am 18.
Januar 2001 sein, so der NABU. Dort soll das Programm als
Beschlussvorschlag vorgelegt werden. "Von Simonis über Gabriel bis
Stoiber - den Ministerpräsidenten der Länder muss klar sein, dass
ihre Glaubwürdigkeit auf dem Spiel steht, wenn sie und ihre
Agrarminister hier nicht kraftvoll mitziehen", sagte der
NABU-Präsident.
    
    Zu einer neuen Agrarpolitik gehört nach Ansicht des NABU
allerdings auch eine neue Verbraucherpolitik, um das Vertrauen der
Verbraucher in die Unbedenklichkeit der gekauften Lebensmittel wieder
herzustellen. Neben einer klaren Absage an Gentechnik in
Lebensmitteln fordert der NABU, die bislang verstreuten Kompetenzen
des staatlichen Verbraucherschutzes unter dem Dach des
Gesundheitsministeriums zu bündeln. "Um Erzeugern, verarbeitender
Industrie und Handel auf die Finger zu sehen, brauchen wir ein
sachkundiges und schlagkräftiges Verbraucher-Bundesamt", forderte
Flasbarth.
    
    
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