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NABU warnt vor faulen Kompromissen bei Klimaverhandlungen

Bonn (ots) - Der Naturschutzbund NABU hat die deutsche Delegation bei der Klimakonferenz in Den Haag vor zu großer Kompromissbereitschaft gewarnt. "Ein Verhandlungsergebnis, das vorwiegend aus buchhalterischen Tricksereien besteht, kommt einem inhaltlichen Scheitern der Konferenz gleich", betonte NABU-Präsident Jochen Flasbarth. Die Erwärmung des Erdklimas, die zunehmende Heftigkeit von Wirbelstürmen und der Anstieg des Meeresspiegel seien bereits sehr real. Deshalb sei entscheidend, ob die Belastung der Atmosphäre mit Treibhausgasen in naher Zukunft und im nötigen Umfang vermindert werden kann. "Treibhausgase müssen vermieden und nicht nur verrechnet werden", so Flasbarth. Nach Ansicht des NABU ist der Schutz der Erdatmosphäre auch acht Jahre nach dem Erdgipfel von Rio keinen ernsthaften Schritt voran gekommen. Flasbarth forderte insbesondere die USA auf, die Verpflichtung zur Treibhausgasreduktion im eigenen Land anzunehmen. Das sei die moralische Pflicht eines Landes, das für ein Viertel des gesamten weltweiten Problems alleine verantwortlich ist. "Davon kann man sich nicht mit einer Handvoll Dollars freikaufen", so der NABU-Präsident. Der Erdatmosphäre sei nicht geholfen, wenn am Ende zwar alle Länder auf dem Papier ihre Kyoto-Verpflichtungen einhalten aber in der wirklichen Welt gar keine Verminderung der Emission erreicht werde. Als "besonders kurzsichtig" bezeichnete der NABU-Präsident, dass in der aktuellen Diskussion Klimaschutz immer noch als Regelwerk zur wirtschaftlichen Einschränkung diskutiert werde. Es müsse vielmehr darum gehen, das Wirtschaften modern zu gestalten und Innovationen voran zu treiben. "Klimaschutz ist Effizienzrevolution, intelligenter technischer Fortschritt und nachhaltiger wirtschaftlicher Aufschwung", so Flasbarth. ots Originaltext: NABU Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Frank Musiol, NABU-Energiereferent, Tel. 0228-4036-164. NABU-Präsident Jochen Flasbarth wird Mittwoch und Donnerstag, 22.+23.11., in Den Haag und unter Tel. 0173-9306515 zu erreichen sein. Im Internet zu finden unter www.presse-service.de/Meldungen.cfm?PS_ID=80&typ=0 Original-Content von: NABU, übermittelt durch news aktuell

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