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NABU fordert von Bundesregierung sofortiges Klimaschutzprogramm

Bonn (ots) - Der Naturschutzbund NABU hat die Bundesregierung aufgefordert, bei der morgigen Kabinettssitzung in Hannover endlich ein wirksames Klimaschutzprogramm zu verabschieden. Damit könne Rot-Grün der EXPO-Stadt tatsächlich einmal zu einer Erfolgsvermeldung verhelfen, so NABU-Bundesgeschäftsführer Gerd Billen: "Nachdem bereits die Kohl-Regierung lediglich ein Reduktionsziel formuliert hat und danach über Däumchendrehen nicht hinausgekommen ist, beschränkt sich auch die Regierung Schröder seit mittlerweile anderthalb Jahren aufs Debattieren." Wenn das Ziel einer 25prozentigen CO2-Reduzierung bis 2005 noch erreicht werden solle, zähle jeder Tag. Nach des Bundeskanzlers Bekenntnis zum Klimaschutz fehle nun noch dessen Machtwort, um die kindischen Zänkereien zwischen den Ministerien zu beenden. "Die Vorstellungen des Bundesumweltministerium geben dabei die richtige Richtung vor", so Billen. Der NABU-Bundesgeschäftsführer warnte davor, bei aller notwendigen Konzentration auf die Ziele von Rio und Kyoto die langfristigen Perspektiven zu vernachlässigen. "Noch wichtiger als die Erfüllung kurzfristiger Klimaschutzziele sind Strategien zu langfristigen massiven Reduktion von Treibhausgasemissionen." Die Enquete-Kommission habe das Ziel von minus 80 Prozent bis 2050 richtig formuliert: "Dies muss zum Leitsatz der deutschen Umweltpolitik werden." Daher sei es dringend erforderlich, unseren gesamten Energieverbrauch weitestgehend auf Erneuerbare Energien umzustellen und die gewaltigen Einsparmöglichkeiten auf dem Gebäudesektor konsequent zu nutzen. Bundeswirtschaftsminister Müller blockiere den notwendigen Strukturwandel, wenn er immer wieder den Eindruck erwecke, mit den entsprechenden Förderprogrammen würden lediglich Nischenprodukte unterstützt. ots Originaltext: NABU Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Frank Musiol NABU-Klimaexperte 0228-4036-164 Im Internet zu finden unter http://www.NABU.de Originaltext vom NABU Bonn Original-Content von: NABU, übermittelt durch news aktuell

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