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Greenpeace-Umfrage: Deutsche lehnen Atomkraft ab
Sogar 67 Prozent der CDU/CSU-Wähler wollen kein AKW in ihrer Nachbarschaft

Hamburg, 1. 8. 2005 - Atomkraft ist in Deutschland
weiterhin unbeliebt. Das belegt eine von Greenpeace in Auftrag
gegebene Emnid-Umfrage, die die Umweltschutzorganisation heute
veröffentlicht. Dabei sprechen sich 70 Prozent aller Befragten für
einen Ausstieg aus der Atomkraft aus. Davon plädieren 34 Prozent
dafür, die deutschen Atomkraftwerke nach dem jetzigen
Ausstiegsfahrplan abzuschalten, 26 Prozent fordern sogar einen
schneller Ausstieg. Lediglich 13 Prozent der Befragten sind für einen
unbegrenzten Weiterbetrieb der Atomkraftwerke, nur 11 Prozent würden
darüber hinaus den Bau neuer Atomkraftwerke akzeptieren. Am größten
ist die Ablehnung mit 75 Prozent, wenn es um den Neubau eines
Atomkraftwerkes in der eigenen Nachbarschaft geht. Den lehnen sogar
67 Prozent der CDU/CSU-Wähler ab, so die Umfragezahlen.
"Wenn Angela Merkel denkt, sie hätte für ihren Atomkurs die
Akzeptanz der Wähler, dann liegt sie falsch", sagt Christian Bussau,
Atom-Experte von Greenpeace. "Die Menschen in Deutschland wollen
keinen Rückfall ins Atomzeitalter, und das aus gutem Grund: Sie ist
gefährlich, sie ist nicht beherrschbar, sie ist anfällig für
Terrorangriffe und sie produziert hochradioaktiven Müll, der noch
Hunderttausende von Jahren strahlt. Für dieses Problem gibt es bis
heute keine Lösung."
Auch ein Endlager für Atommüll in Gorleben stößt auf Ablehnung. 58
Prozent der Befragten sprechen sich dagegen aus. Sogar 50 Prozent der
CDU/CSU-Wähler sind gegen ein Endlager Gorleben. In der Altersgruppe
der 14-29-Jährigen sind es 73 Prozent. Bei ihnen ist die Ablehnung
allgemein besonders hoch: 76 Prozent fordern ein Ende der Atomkraft.
Speziell nach Laufzeitverlängerung gefragt, sagen 52 Prozent, dass
sie diese für falsch halten. Während in anderen Altersgruppen die
Ablehnung der Atomkraft im Vergleich zum Vorjahr gleich blieb oder
leicht sank, hat sie bei den 14-29-Jährigen zum Teil stark
zugenommen. So sprachen sich dieses Jahr 34 Prozent von ihnen für
einen schnelleren Atomausstieg aus, 2004 waren es nur 26 Prozent.
Besonders stark ist dieser Trend bei Schülern. Forderten 2004 noch 18
Prozent von ihnen ein schnelleres Abschalten der Atomkraftwerke, sind
es dieses Jahr mit 39 Prozent mehr als doppelt so viele.
In der anstehenden Legislaturperiode sollen laut rot-grünem
Ausstiegsfahrplan Biblis A, Neckarwestheim 1, Biblis B und
Brunsbüttel vom Netz gehen. "Das sind Reaktoren mit endlosen
Mängellisten, die häufig wegen Sicherheitsproblemen vom Netz genommen
werden mussten", so Bussau. "Diese Reaktoren müssen abgeschaltet
werden, um die Bevölkerung zu zu schützen. Das muss auch die CDU
einsehen. Sie darf den Willen der deutschen Bevölkerung nicht einfach
ignorieren." Greenpeace fordert von allen Parteien, aus der Atomkraft
auszusteigen. Atomtechnik darf nicht exportiert werden, Gorleben darf
nicht zum Endlager gemacht werden.
Achtung Redaktion: Rückfragen bitte an Dr. Christian Bussau,
Tel. 0171 - 87 80 805 oder an
Pressesprecherin Ortrun Albert,
Tel. 040- 30 618-342 bzw. 0171-87 81 184.
Internet: www.greenpeace.de
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