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Greenpeace demonstriert in 20 Städten für Stromkennzeichnung

Hamburg (ots)

Bundesweit demonstriert Greenpeace heute in 20
Städten für eine gesetzliche Pflicht zur Stromkennzeichnung. Unter
anderem in Bremen, Bremerhaven, Trier, Mainz, Aachen und München
ziehen die Umweltschützer mit Bannern und Plakaten, auf die große
Fragezeichen gedruckt sind, vor öffentliche Gebäude und Rathäuser
ihrer Stadt. Sie fordern damit die Bürgermeister auf offenzulegen,
woher der Strom in den Rathäusern der jeweiligen Stadt kommt und
welche Pläne die Stadt für den Einstieg in eine umweltfreundliche
Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien hat.
"Der Verbraucher hat ein Recht zu erfahren, woher sein Strom
kommt," erklärt Greenpeace Energie-Experte Sven Teske. "Nur dann kann
er sich bewusst für saubere Energie entscheiden. Die Städte dürfen
Steuergelder nicht für den Kauf von umweltschädlichem Strom
verschwenden, sondern müssen in umweltfreundliche Energieversorgung
investieren", sagt Teske.
Greenpeace fordert, dass künftig die Erzeugungsart des Stromes
sowie die damit verbundenen Umweltauswirkungen (z.B.
Kohlendioxidemissionen, Atommüllproduktion) und das Herkunftsland
offengelegt werden. Diese Informationen sollen allen Stromkunden
regelmäßig und in klarer sowie verständlicher Form zugänglich gemacht
 werden. Durch die Liberalisierung des Strommarktes in ganz Europa
werden immer größere Teile des Stromgeschäfts über Zwischenhändler
und Strombörsen abgewickelt. Dadurch wird die Herkunft des Stroms
verschleiert. Der Anteil von Strom unbekannter Herkunft im Markt
steigt kontinuierlich. Schon jetzt geben die großen Stromkonzerne
E.ON, RWE und EnBW für rund die Hälfte ihres verkauften Stromes nicht
mehr die Erzeugungsart an.
"Bundeswirtschaftsminister Werner Müller hat sich öffentlich für
das Konzept des EU-Parlaments zur Stromkennzeichnung ausgesprochen.
Jetzt müssen sich auch die Städte- und Gemeindeverwaltungen für eine
Kennezichnungspflicht einsetzen", sagt Sven Teske.
Das Europäische Parlament hatte im März 2002 detaillierte
Vorschläge für eine Stromkennzeichnungspflicht gemacht. Die
Stromversorger sollen den Kunden in Zukunft sowohl auf der Rechnung
als auch im Werbematerial klare Angaben dazu machen, mit welchen
Energieträgern der Strom produziert wird. Auf dem EU-Gipfel in
Sevilla Mitte Juni entscheidet sich, ob die EU-Gremien den Vorschlag
annehmen werden.
Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Energie-Experte Sven Teske,
Tel.: 0172-40 40 754 oder Pressesprecher Björn Jettka, Tel.:
0171-8780 778. Internet: www.greenpeace.de.

Original-Content von: Greenpeace e.V., übermittelt durch news aktuell

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