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    Hamburg (ots) - Stefan Schurig, Pressesprecher von Greenpeace
Deutschland zur heutigen Entscheidung von Bundesumweltminister
Trittin, den geplanten Atomtransport vom Kraftwerk Neckarwestheim ins
nordrhein-westfälische Ahaus zu verbieten:
    
    "Wir sehen die Entscheidung von Bundesumweltminister Trittin mit
einem lachenden und einem weinenden Auge: Jeder abgesagte
Atomtransporte ist ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings
ist jetzt zu erwarten, dass sich der Atommüll am Kraftwerk
Neckarwestheim häuft, was ein vergleichbar großes Umweltproblem ist.
Der einzig wirksame Schritt, dass Atommüllproblem in den Griff zu
bekommen, ist, die Atommüllproduktion zu stoppen, also das Kraftwerk
abzuschalten.
    
    Wenn ein Badewanne überläuft, fange ich nicht an zu schöpfen,
sondern drehe zu allererst den Wasserhahn zu. Minister Trittin hat -
so gesehen - den Rand der Badewanne erhöht. Das riesige Umweltproblem
mit dem Namen Atommüll ist damit nicht gelöst".
    
    Der abgesagte Atomtransport nach Ahaus war nur der Auftakt. Die
riesige Lawine von Atomtransporten nach Sellafield, La Hague und
Gorleben steht in den nächsten Monaten bevor. Wir rufen alle Menschen
zu friedlichen Protesten gegen diese Atomtransporte auf.
    
ots Originaltext: Greenpeace e.V.
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