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Laute Silvesterknaller: Hunde auf Jahreswechsel vorbereiten

Wiesbaden (ots) - Der Hund zittert, jault und verkriecht sich in der hintersten Ecke: Für viele Vierbeiner sind Böller und Raketen in der Silvesternacht eine Qual - und die Menschen gehen oft falsch mit diesen Ängsten um. "Viele Hundebesitzer versuchen, die Tiere zu trösten und zu beruhigen. Damit bestärken sie die Hunde noch in dem verängstigten Verhalten", erklärt Dr. Oliver Harps-Hansen, Tierarzt beim Infocenter der R+V Versicherung. Besser: Das furchtsame Verhalten ignorieren und Sicherheit ausstrahlen - auch wenn es schwer fällt.

Gerade bei ängstlichen Tieren ist es sinnvoll, sich rechtzeitig vor Silvester über geeignete Maßnahmen Gedanken zu machen. R+V-Experte Dr. Harps-Hansen empfiehlt, Hunde an laute Geräusche zu gewöhnen, damit sie diese nicht mehr als Bedrohung wahrnehmen. "Am besten funktioniert das bei Welpen. Aber auch im Erwachsenenalter gibt es Möglichkeiten, die Angst in den Griff zu kriegen."

Hierfür können Hundebesitzer beispielsweise auf spezielle Geräusche-CDs zurückgreifen, die es im Fachhandel oder bei Tierärzten gibt. Das Vorgehen: Man fängt leise an und dreht die Geräusche immer lauter. Wenn Herrchen oder Frauchen währenddessen alltäglichen Tätigkeiten nachgehen und sich nicht an dem Krach stören, wird es auch für den Hund normal. Zusätzlich kann man das Tier füttern, damit es die Geräusche mit positiven Gefühlen verbindet.

Am Silvestertag sollte man die Hunde mit einfachen Spielen von den Knallern ablenken. Geschlossene Fenster dämpfen die Geräuschkulisse, ebenso wie Musik im Hintergrund. "Zudem gibt es inzwischen eine Reihe homöopathischer und pflanzlicher Mittel, zum Beispiel mit Baldrian oder Hopfen, die Hunde beruhigen. Allerdings sollte man hierbei einen Fachmann zurate ziehen. Ich empfehle auch, die Mittel nicht erst um Mitternacht einzusetzen, sondern schon ein paar Tage vorher", so Dr. Oliver Harps-Hansen. Und: Fressen beruhigt - die Hunde freuen sich über ein reichhaltiges Mahl am Nachmittag.

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