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Markt für Logistikflächen in Deutschland zur Jahresmitte erneut auf Rekordkurs

Frankfurt (ots) - Im ersten Halbjahr 2016 wurden auf dem deutschen Markt für Lager- und Logistikflächen nach Angaben von JLL insgesamt gut 3,3 Mio. m² umgesetzt (Eigennutzer und Vermietungen) - damit liegt der Umsatz leicht (+2 %) über dem Wert der ersten sechs Monate des bisherigen Rekordjahres 2015. Die vergleichbaren 5- und 10-jährigen Durchschnittswerte wurden um 16 % bzw. 41 % übertroffen. Während die Umsätze durch Eigennutzer im Jahresvergleich um 12 % zurückgingen, legten die Vermietungsumsätze um 10 % zu.

Die positiven Geschäftserwartungen beim Onlinehandel spiegeln sich auch im Flächenumsatz wider. Unternehmen benötigen zur Kundenbelieferung mehr Fläche an mehr Standorten. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2016 bundesweit ca. 333.000 m² durch E-Commerce Unternehmen umgesetzt.

Alles deutet darauf hin, dass 2016 ein neues Rekordjahr bilanziert werden kann. Die Nachfrage der Nutzer nach Logistikflächen ist weiterhin hoch und für das zweite Halbjahr werden einige größere Abschlüsse erwartet. Mögliche Auswirkungen des 'Brexit' werden sich 2016 noch nicht niederschlagen. Die 6 Mio. m² - Marke sollte deutlich übertroffen werden können.

Flächenumsatz in den Big 5 leicht unter Vorjahreswert

In den Big 5-Ballungsräumen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München) lag das umgesetzte Flächenvolumen mit insgesamt 959.000 m² leicht (-4 %) unter dem Niveau des Vorjahres und des fünfjährigen Durchschnittswertes (-2 %). Im Zehnjahresvergleich ist allerdings ein Plus von 12 % zu verzeichnen.

Die Region Frankfurt legte im Jahresvergleich am stärksten zu (+35 %) und rangiert innerhalb der Big 5 mit einem Flächenumsatz von rund 360.000 m² auf dem ersten Platz. Gut 100.000 m² weniger wurden in der Region Hamburg umgesetzt, die mit 255.000 m² auf dem zweiten Platz folgt und im Jahresvergleich ein Minus von 13 % verzeichnet. Auch die Regionen Berlin (-14 %) und Düsseldorf (-48 %) liegen hinter den Vorjahresergebnissen zurück. München dagegen bewegt sich mit 6 % mehr Umsatz im Plus. In allen Regionen - mit Ausnahme von Frankfurt - gingen die Flächenumsätze in der Größenordnung ab 5.000 m² überproportional zurück. Nur 15 Deals lagen oberhalb der 10.000 m² -Marke, im ersten Halbjahr 2015 waren es noch sieben Abschlüsse mehr. Insgesamt entfallen 36 % des Umsatzes auf Handelsunternehmen, weitere 29 % wurden von Unternehmen aus dem Bereich Transport, Verkehr, Lagerhaltung umgesetzt. Industrieunternehmen folgen mit 20 %.

Die Spitzenmieten für Lagerflächen in der Größenordnung ab 5.000 m² blieben im ersten halben Jahr in allen Regionen stabil. München weist mit 6,75 Euro/m²/Monat den höchsten Wert auf. Die Regionen Frankfurt (6,00 Euro/m²/Monat), Hamburg (5,60 Euro/m²/Monat) und Düsseldorf (5,40 Euro/m²/Monat) folgen im Mittelfeld. Nutzer in der Region Berlin zahlen mit 4,70 Euro/m²/Monat die geringsten Preise in den besten Lagen. Die Spitzenmieten werden sich auch in den nächsten Monaten weitgehend stabil zeigen, nur in der Region Frankfurt wird ein leichter Anstieg erwartet.

Noch nie wurden außerhalb der Big 5 Ballungsräume mehr Flächen umgesetzt - Ruhrgebiet mit außergewöhnlich hohem Umsatzvolumen

Außerhalb der Big 5 Ballungsräume wurden in den ersten sechs Monaten 2016 rund 2,4 Mio. m² umgesetzt - mehr Flächen als je zuvor in einem ersten Halbjahr. Der Vorjahresvergleichswert wurde um 4 %, 5- und 10-jährige Durchschnittswerte um 25 % bzw. 57 % übertroffen. Rund 60 % des Umsatzes gingen auf das Konto von Vermietungen. Der Eigennutzeranteil nahm im Jahresvergleich leicht ab: mit 40 % markiert er den niedrigsten Wert im Vergleich der letzten fünf Jahre. Im ersten Halbjahr 2014 lag der Anteil der Eigennutzer noch bei über 60 %. Die Handelsunternehmen legten im zweiten Quartal deutlich zu, entsprechend einem runden Drittel am Gesamtumsatz zur Jahresmitte, knapp gefolgt von Industrie (32 %) und Transport, Verkehr, Lagerhaltung (30 %).

Umsatzstärkste Region ist das Ruhrgebiet. Hier wurden in den ersten sechs Monaten mit ca. 630.000 m² bereits mehr Flächen umgesetzt als jemals in einem Gesamtjahr. Die beiden größten Deals bundesweit wurden hier getätigt.

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Dorothea Koch, Tel. 069 2003 1007, dorothea.koch@eu.jll.com

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