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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zum Intendanten des Regensburger Theaters: Gute Entscheidung von Marianne Sperb

Regensburg (ots) - Jens Neundorff von Enzberg, der Strahlemann, den alle lieben? Nun, ganz so ist es nicht. Mit neuen Tausch-Regelungen für Abo-Karten hat der Intendant zuletzt eine Reihe Stammkunden vergrätzt, auch wenn er für die Änderungen gute Argumente hatte. Mit Inszenierungen wie "Die Räuber" und "Aida" brachte er - zu Anfang seiner Amtszeit - treues Publikum gegen sich auf. Und das aktuell avisierte Rekord-Einspielergebnis ist natürlich nicht einfach ein Beleg für die Güte des Theaters, sondern eben auch das Ergebnis von mehr und höherpreisigen Vorstellungen. Wahr ist aber auch: Jens Neundorff hat in Regensburg eine kräftige eigene Handschrift entwickelt, hat - auch überregional - gefeierte Inszenierungen auf die Bühne gebracht, neue Formate bis hin zum Bürgertheater etabliert und das Theater zum Stadtgespräch gemacht. Das Haus hat unter diesem Intendanten vielleicht Stammkunden verloren - aber sicher neue Fans gewonnen. Nicht zuletzt: Auch ganz persönlich ist Neundorff in Regensburg inzwischen eingewurzelt. Dass die Vertragsverlängerung "alternativlos" schien und die Stelle erst gar nicht ausgeschrieben wurde, kann man kritisch sehen. Eine Entscheidung für Neundorff aus einem Kreis von Bewerbern hätte ihm zusätzlich Standing verschafft. Unterm Strich aber hat der Verwaltungsrat eine gute Entscheidung getroffen: Neundorff bleibt - und das Theater bleibt spannend.

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