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Mittelbayerische Zeitung: Der Familienersatz
Kommentar zum Mobiltelefon

Regensburg (ots) - Nach der ersten Euphorie über das Mobiltelefon ist inzwischen Handy-Bashing angesagt. Vornehmlich die Jugend schaut nur noch aufs Display, verlernt, analog zu kommunizieren, driftet ab in eine Welt, in der sie unerreichbar ist, klagen Kritiker. Aber: Das Ding ist ambivalent, hat verschiedene Seiten und bestimmt inzwischen auch die Weltpolitik. Der Arabische Frühling ohne Handy-Kommunikation: undenkbar. Vor allem aber sind Handy und Selfie Ausdruck eines Bedürfnisses. In einer Welt, der die Familienrituale abhandenkommen, ist das Zeigen und Teilen von Erlebtem ein virtueller Wohnzimmer-Ersatz geworden. Höchste Zeit, dass die Wissenschaft die Debatte versachlicht und sich mit dem Phänomen befasst: um Bedürfnisse zu benennen und einzukreisen, welchen Raum wir ihnen geben. Denn: "Das Ding ist da, und es geht nicht mehr weg."

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