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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Martin Anton zur EZB:

Regensburg (ots) - Noch ist nichts entschieden und doch ist bereits eines klar: Die europäischen Institutionen und Mitgliedsländer wollen den Euro um jeden Preis retten. Denn genau darum geht es im Gutachten von Generalanwalt Cruz Villalón. Die Europäische Zentralbank soll seiner Einschätzung nach weitgehende Kompetenzen bekommen, um ihren oft zitierten Job als Währungshüter wortwörtlich zu erfüllen. Letztendlich gibt es zahlreiche Bedrohungen für den Euro und mit dem zu erwartenden EugH-Urteil hat die EZB ihnen künftig ein weiteres Mittel entgegenzusetzen. Allein die Ankündigung des unbegrenzten Anleihenankaufs stoppte 2012 die Spekulation gegen den Euro. Die EZB tut dies mit dem Einverständnis der Euroländer, begleitet vom Protest einiger, sich derzeit noch in der Minderheit befindlichen Kritiker. Das ist gut, so lange es funktioniert. Doch auf Dauer dürfen nicht EugH und EZB die EU regieren.

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