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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Mikroplastik: Einkaufen mit Köpfchen von Dagmar Unrecht

Regensburg (ots) - Kuschlig warm leisten uns Fleecejacken derzeit wertvolle Dienste. Doch bei jedem Waschgang lösen sich kleine Plastikfasern aus dem synthetischen Material und gelangen an der Kläranlage vorbei in die Umwelt. Dazu landen viele kleine Plastikmüll-Teilchen aus Kosmetika und Zahnpasta im Abwasser: Kunststoff-Kügelchen, die unsere Haut glatter, die Zähne weißer - und die Umwelt schmutziger machen. Ein ewiger Kreislauf? Nein, denn produziert wird langfristig nur, was sich auch verkauft. Verbraucher können ihre Macht nutzen und bewusst auf Produkte mit unnötigem Mikroplastik verzichten. Das klappt sicher nicht immer, aber einen Versuch ist es wert. Seit etwa 60 Jahren wird Plastik im Alltag genutzt. Seine Materialeigenschaften sind verlockend: Es ist leicht, flexibel, bruchfest, kostet nicht viel und hält lange. Doch gerade die Langlebigkeit entpuppt sich immer mehr als schwer kalkulierbares Problem. Schon heute sind die Weltmeere voller Müll. Sogar in den Tiefseegräben hat er sich schon verteilt. Nordseefischen liegen die Kunststoffpartikel bereits im Magen, wir nehmen sie über die Nahrungskette wieder auf. Dabei haben Verbraucher durchaus die Wahl: Getränke gibt es zum Beispiel auch in Glasflaschen, in Kosmetika sind Sandkörnchen eine Alternative, Einkäufe müssen nicht in Plastiktüten transportiert werden. Wer will, kann seinen Beitrag leisten. Wolle wärmt ja auch sehr gut.

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