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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zur Verpflegungsstudie: Qualität zählt von Dagmar Unrecht

Regensburg (ots) - Immer mehr Kinder gehen in Ganztagsschulen, andere haben mehrmals in der Woche Nachmittagsunterricht. Rund sechs Millionen Buben und Mädchen in Deutschland essen inzwischen täglich in einer Kita oder in der Schule. Sie haben ein Recht darauf, gut versorgt zu werden. Doch die Mahlzeiten, die sie vorgesetzt bekommen, sind oft nicht das Gelbe vom Ei. Zu fett, zu süß, viel Fleisch, pampige Soßen, wenig Gemüse - das ist Alltag in vielen Schulkantinen. Dabei geht es nicht darum, Schnitzel mit Pommes oder Nudeln mit Tomatensoße generell zu verteufeln. Grünkernauflauf ist nicht automatisch gesünder, zum Beispiel dann nicht, wenn er stundenlang warmgehalten wird. Entscheidend ist die Qualität der Gerichte, und da gibt es klare Defizite. Notwendig sind daher verbindliche Standards und Kontrollen, um deren Einhaltung zu garantieren. Der Bundesernährungsminister hat das Thema zur "Chefsache" erklärt. Gut so, er sollte es aber nicht bei Lippenbekenntnissen belassen. Die Anforderungen sind schnell zusammengefasst: Schulessen sollte gut schmecken, ausgewogen und bezahlbar sein. Kinder brauchen außerdem genug Zeit zum Essen und eine angenehme Umgebung. Eine gemeinsame Mahlzeit ist schließlich auch eine soziale Angelegenheit, Genuss und Erholung gehören dazu. Das Schulobstprogramm ist seit vier Jahren ein gutes Beispiel dafür, wie gesunde Ernährung Teil des Schulalltags werden kann.

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