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Mittelbayerische Zeitung: Es ist immer 20.15 Uhr
Kommentar zum US-Videodienst Netfix

Regensburg (ots) - Netflix, das Unternehmen, das schon den amerikanischen Fernsehmarkt revolutionierte, expandiert ins Land des Sonntagabend-Krimis. Ob es eine Eroberung wird, bleibt abzuwarten. Denn die Erwartungen sind nach dem monatelangen Hype hoch - vielleicht zu hoch. Deutschland ist mit seinen vielen frei verfügbaren Sendern, die sich durch Werbung finanzieren und einen Großteil ihrer Sendungen in Mediatheken frei zugänglich machen, ein grundsätzlich anderer Markt als die USA. Zudem tummeln sich mit Amazon, Maxdome, Sky oder Watchever bereits einige Konkurrenten im Nischenmarkt. Aber wer sollte die Revolution des Fernsehens schaffen, wenn nicht der weltweite Marktführer? Die Netflix-Geschichte lässt erstaunen, das Unternehmen hat in Dutzenden Ländern das Fernsehverhalten verändert. Mehr als 50 Millionen sind bereits ihr eigener Programmchef. Dennoch stapelt Gründer Reed Hastings tief. Man müsse in Deutschland nicht Marktführer werden, größter Konkurrent sei das lineare Fernsehen. Doch genau damit weckt Netflix Hoffnungen - auf ein besseres Fernsehen, auf 20.15 Uhr 24 Stunden am Tag. Traurig ist nur - ungeachtet des Erfolgs des Fernsehens auf Abruf -, dass ARD, ZDF und ihre Ableger dank staatlich-angeordnetem Pay-TV genauso weitermachen können wie bisher.

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