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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Fritz Winter zu Autobahnen/Bayern/Schäden

Regensburg (ots) - Wenn man sich die Liste der aktuellen Projekte anschaut, wird deutlich, dass sich die Autobahndirektion Südbayern vor Arbeit gar nicht mehr retten kann. Marode Brücken müssen saniert oder neu gebaut werden, Tunnel sind nachzurüsten, überlastete Autobahnen müssen ausgebaut werden. Drängend ist das Thema Blow-Ups: Erste Notmaßnahmen sind eingeleitet und die Arbeit ist brandgefährlich. Immer wieder kommt es an den Baustellen zu schweren Unfällen. An einer Komplettsanierung führt dennoch kein Weg vorbei. Um die Autobahnen wieder sicher zu machen, müssen die Bagger und die Betonmaschinen anrollen - und das nicht erst in ein paar Jahren, sondern sofort. Weil die betroffenen Autobahnabschnitte 30 oder 40 Jahre alt sind, herrscht höchster Handlungsbedarf. Das Problem ist erkannt - und trotzdem nicht schnell zu lösen. Offen bleibt immer die Frage, wieviele Baustellen man den Autofahrern gleichzeitig zumuten kann. Und wieviele, auch tödliche, Unfälle man in den Baustellen hinnehmen darf. Eine Lehre ist aus der heiklen Situation auf jeden Fall zu ziehen: Es darf nie mehr soweit kommen, dass wir unsere Fernstraßen so herunterschlampen wie in den letzten Jahrzehnten. Jetzt ist der Schaden so groß, dass er kaum noch zu bewältigen ist.

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