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Mittelbayerische Zeitung: Es ist eine Wurst
Kommentar zum Eurovision Song Contest

Regensburg (ots) - Conchita Wurst ist extrem. Lange Haare, eng anliegendes Abendkleid und Bart. Da muss man hinschauen. Aber auch hinhören, denn Wurst kann mehr als nur provozieren. Der österreichische Travestiekünstler Tom Neuwirth, der hinter Conchita steckt, hat Stimme und Charisma. Und deshalb hat seine Kunstfigur den Eurovision Song Contest verdient gewonnen. Bei all den wippenden und tänzelnden Ballkleid-Trägerinnen, die den Zuschauern schlechte Kompositionen durch andere Vorzüge schmackhaft machen wollten, war der Sieg für Österreich vorhersehbar. Schon allein deshalb, weil Wurst die einzige Künstlerin war, an die man sich nach 26 mittelmäßigen Liedern noch erinnern konnte. Wobei die deutschen Teilnehmerinnen von "Elaiza" einen besseren Platz verdient hätten. Und ja, die Niederlande waren auch nicht schlecht. Trotzdem Gratulation an Österreich, für diese tolerante und selbstbewusste Präsentation beim ESC. Ob Conchita Wurst allerdings dem bislang einzigen österreichischen Gewinner Udo Jürgens karrieremäßig nacheifern kann...?

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