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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zur Feinstaubbelastung: Dicke Luft von Dagmar Unrecht

Regensburg (ots) - Atmen hält uns am Leben. Doch der Reflex führt dazu, dass wir mit der Luft auch Schadstoffe aufnehmen. Grenzwerte für Feinstaub sollen unsere Gesundheit schützen, die Frage ist nur: Setzen die Regelungen den Hebel an der richtigen Stelle an? Bei Feinstaub darf in der EU seit 2005 ein Tagesmittelwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft nicht öfter als 35 Mal im Jahr überschritten werden. Aktuelle Studien, zum Beispiel vom Münchner Helmholtz Zentrum, deuten darauf hin, dass bereits geringere Feinstaubbelastungen schädlich sind und zum Beispiel das Herzinfarktrisiko erhöhen. Bisher sind vor allem die Feinstaub-Spitzenwerte im Fokus. Sinnvoller wäre es aber, das gesamte Belastungsniveau zu reduzieren. Das kann aber nur gelingen, wenn man bei den Hauptursachen ansetzt, also beim Verkehr, bei Holz- und Kohleheizungen und endlich auch bei den Emissionen aus der Landwirtschaft.

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